Le Castellet: GPX Racing gewinnt die Spa-Generalprobe

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GPX Racing gewinnt zum zweiten Mal im Endurance Cup | © Patrick Hecq

Matt Campbell, Earl Bamber und Mathieu Jaminet haben das letzte Endurance-Cup-Rennen vor dem Saisonhöhepunkt, den 24 Stunden von Spa-Francorchamps, gewonnen. Campbell konnte in der letzten Rennstunde den Sieg bei den Tausend Kilometern von Le Castellet sichern.

Nach einer Distanz von tausend Kilometern haben Matt Campbell, Earl Bamber und Mathieu Jaminet ihren Porsche 911 GT3 R vom Team GPX Racing an erster Stelle über die Ziellinie im französischen Le Castellet gebracht. Für das Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist es nach Spa 2019 erst der zweite Sieg in der GT World Challenge Europe. Das Podest komplettieren Iron Lynx und das Team WRT.

Dabei war es das Orange1 FFF Racing Team, welches dem Rennen über die längste Zeit den Stempel aufdrückte. Das italienische Trio Mirko Bortolotti, Marco Mapelli und Andrea Caldarelli hatte sich am Morgen die Poleposition gesichert. Diese konnte Bortolotti sofort in die Führung ummünzen. Fünf Stunden konnte das Team unter chinesischer Flagge die Spitzenposition verteidigen.

Allerdings zeichnete sich bereits zur Halbzeit ab, dass GPX Racing der größte Widersacher der Lamborghini-Truppe werden könnte. Iron Lynx, Walkenhorst Motorsport und später auch das Team WRT schlossen sich der Spitzengruppe an. Jaminet und später vor allem Campbell waren es, die den Porsche ans Heck des führenden Lamborghini Huracán GT3 Evo manövrierten. Vor allem auf der 1,8 Kilometer langen Mistral-Geraden konnte der Porsche sich einen Vorteil erarbeiten.

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Der vorentscheidende Moment des Rennens war der letzte Boxenstopp, welchen GPX Racing und FFF Racing Team gleichzeitig absolvierten. Mapelli und Campbell kamen gleichzeitig zurück auf den Kurs. Im zweiten Anlauf konnte der Australier den entscheidenden Angriff setzen und zog an Mapelli vorbei. Anschließend fuhr er in die Distanz und baute einen Vorsprung von knapp sechs Sekunden auf.

Dahinter musste sich Mapelli auf der letzten Runde noch gegen Audi-Pilot Dries Vanthoor geschlagen geben. Damit holten sich die Audi-Werksfahrer Vanthoor, Kelvin van der Linde und Charles Weerts den zweiten Rang, obwohl das Team mit der Performance des R8 LMS Evo nicht zufrieden war. Das FFF-Trio kreuzte die Ziellinie an dritter Position.

Mit den Blechmedaillen musste das Team Iron Lynx vorlieb nehmen. World-Challenge-Titelverteidiger Alessandro Pier Guidi beendete das Rennen im Ferrari 488 GT3 Evo mit Côme Ledogar und Nicklas Nielsen auf Platz fünf. Das Schwesterauto von Antonio Fuoco, Callum Ilott und Davide Rigon wurde mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt und fiel von Platz zwei auf Platz fünf zurück.