Jürgen Alzen: „Weniger restriktierter, unpolitischer und bezahlbarer Motorsport“

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Jürgen Alzen fährt fortan Sprintrennen | © Dirk Fuchs

Jürgen Alzen hat mitgeteilt, in Zukunft Sprintrennen anstelle der VLN-Langstreckenmeisterschaft zu bestreiten. Seine Hoffnung: „Weniger restriktierter, unpolitischer und bezahlbarer Motorsport.“ Einen Probeeinsatz absolvierte der Fahrer und Teamchef beim STT-Finale auf dem Nürburgring.

In seinem Facebook-Kanal hat Jürgen Alzen seine Planungen für die nächstjährige Saison konturiert. Anstatt in der VLN-Langstreckenmeisterschaft anzutreten, wolle der Fahrer und Teamchef in Zukunft mit einem „leistungsstarken Rennfahrzeug“ Sprintrennen der International GT Open, der Spezial-Tourenwagen-Trophy und der DMV GTC bestreiten. Details gab Alzen allerdings noch nicht preis.

Seine Entscheidung begründet Alzen mit der Politik am Fuße der Nürburg. „Ich hoffe, zu einem deutlich weniger restriktierten, unpolitischen und bezahlbaren Motorsport und dem mir sehr wichtigen Spaß zurückzufinden“, begründet Alzen seinen Wechsel vom Langstrecken- zum Sprintformat. „Ohne mit Details zu langweilen: Politik und Verweichlichung, kombiniert mit drakonischen Strafen für Nonsens, haben im Motorsport nichts verloren.“

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Zudem lässt Alzen durchschimmern: Rennsport sei ein „großer Teil“, aber „nicht alles“ in seinem Leben. „Noch vor einigen Jahren hätte ich diese Aussage nicht so klar abgeben können“, räumt Alzen ein, welcher zuletzt an der Langstreckenmeisterschaft massive Kritik übte. „Jedoch trugen die negative Entwicklung im deutschen Motorsport, speziell bei der VLN, deren aktiver kleiner Teil ich gut fünfundzwanzig Jahre war, dazu bei.“

Einen ersten Gaststart unternahm Alzen am vorvergangenen Wochenende beim STT-Finale auf dem Nürburgring. Mit dem Ford GT belegte Alzen zweimal den Bronzerang. Das Resümee: „Keine Schramme am Fahrzeug, die Kosten blieben ausnahmsweise voll im Rahmen und dazu gab es Motorsport pur. Harter, aber fairer Motorsport – darum komme ich doch zur Rennstrecke. Was will ich denn mehr?“