Kundensport: Toyota setzt Supra GT4 um

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Toyota verwirklicht die GT4-Konzeptstudie | © Toyota Media

Im Februar vorgestellt, macht sich Toyota nun daran, die Supra-GT4-Konzeptstudie ins Werk zu setzen. Sein Debüt gibt der Kundensportwagen Ende des Jahres oder zu Beginn der nächsten Saison. Die Kooperation mit den Bayerischen Motorenwerken habe die Umsetzung der Pläne phasenweise verzögert.

Toyota steht im Begriff, einen Supra GT4 zu entwickeln. Eine Konzeptstudie präsentierte der Automobilbauer aus Japan bereits zum Winterende, mittlerweile haben die Planungen allerdings Gestalt angenommen. Das Debüt des Kundensportwagens wolle Gazoo Racing zum Ende der diesjährigen – eventuell bei den Zwölf Stunden von Abu Dhabi – oder zu Beginn der nächstjährigen Saison durchführen.

Die Präsentation erfolgt hingen schon beim Goodwood Festival of Speed im Juli. Das GT4-Unternehmen zwecke auf eine Doppelabsicht des fernöstlichen Herstellers ab. Zum einen wolle Toyota schlichtweg, ein Engagement im GT4-Sektor stemmen. Zum anderen strebe Gazoo Racing eine Reputationsverbesserung an. Die Öffentlichkeit solle Toyota nicht bloß als Großkonstrukteur wahrnehmen, der seine Kleinwagen global absetzt, sondern ebenso die Rennsportaffinität zur Kenntnis nehmen.

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Letzterwähnter Aspekt treibe Toyota ebenso zur Teilnahme an der Rallye-Weltmeisterschaft und zum Start in Le Mans. Nun gehe Toyota daran, auch sein GT-Programm öffentlichkeitswirksam zu betreiben. „Wir machen es mit Lexus in der GT3, aber mit dem Supra, mit der Supra-Legende, die ich als eine ziemlich große begreife, steht ein gutes Basisfahrzeug bereit, und wir sollten diese Gelegenheit nutzen“, erläutert TMG-Präsident Rob Leupen gegenüber Sprotscar365.

Anders gewandt: Toyota trachtet nach einem Imagewechsel. „Dies ist, was Toyota tun will“, legt Leupen dar. „Es geht darum, die Mentalität und das Ansehen der Marke ein bisschen zu verändern. Es ist eine größere Aktivität.“ Hinsichtlich der Dimension der Fertigungszahlen übt sich Toyota noch in Zurückhaltung. „Wir werden auf einem bescheidenen Niveau starten, und müssen sehen, wie das Fahrzeug von potenziellen Kunden angenommen wird“, erklärt Leupen.

Unterdessen räumt Leupen ebenso ein: Die Kollaboration mit den Bayerischen Motorenwerken hätte bei der Umsetzung des Vorhabens einige Friktionen mit sich gebracht. Schließlich nutzen der BMW Z4 oder der Toyota Supra eine gemeinsame Basis. Allerdings habe der Münchner Hersteller die Pläne letzten Endes abgesegnet. Gleichwohl müsse sich Toyota weiterhin mit den Verantwortlichen in der Kapitale Bayerns abstimmen.