VLN: Premierensieg für Ferrari

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Bei der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy siegt nach einem turbulenten Rennverlauft der Farnbacher-Hankook-Ferrari mit Marco Seefried und Jaime Melo knapp vor dem Manthey-Porsche RSR mit Marc Lieb, Timo Bernhard und Arno Klasen und dem BMW M3 GTE mit Jörg Müller, Augusto Farfus und Pedro Lamy.

Der siegreiche Ferrari profitierte von einer harten Entscheidung der Rennleitung in der Anfangsphase. Wegen eines Verstoßes bei doppelt gelb geschwenkten Flaggen wurde die gesamte Spitzengruppe um eine Runde im Klassement zurückversetzt. Nichtsdestotrotz machte der Ferrari F458 GTE mit schnellen Rundenzeiten auf sich aufmerksam und war mit seiner Performance durchaus bei der Musik. Mit dem Erfolg markiert die Truppe um Horst Farnbacher den ersten Sieg eines SP8-Wagens seit dem legendären Turbinchen von Jürgen Alzen.

Gut eine Stunde vor Rennende übernahm Jaime Melo die Führung. Bis dahin konnten Kai Riemer und Rodney Forbes die Spitze im Cup Porsche halten. In der Folge wurden sie jedoch von den wiederaufkommenden Zurückversetzten durchgereicht. Melo übergab den dann führenden Ferrari an Nordschleifenspezialist Marco Seefried. Stammpilot Dominik Farnbacher war mit dem Rest des Teams im GT3 Ferrari beim GT Masters Lauf auf dem Sachsenring unterwegs.

In der Schlussphase wurde es dann noch einmal spannend. Timo Bernhard machte im Manthey-Porsche Runde um Runde Zeit gut. Manthey setzte nach langem noch einmal den GT3 RSR in der SP7 ein. Im Schlepptau hatte der Meuspather Sportwagen den Schnitzer BMW M3 mit Pedro Lamy am Steuer. Erst auf dem vierten Platz folgte mit dem Rowe-Mercedes der erste Protagonist der zuletzt immer siegreichen SP9-Klasse.

Seefried spielte am Ende seine Routine auf der Nordschleife aus und konnte den drängenden Bernhard hinter sich halten. Mit 0,8 Sekunden Vorsprung kam er nach sechs Stunden Renndauer über das Ziel und sicherte der Italienischen Marke den ersten Sieg in der VLN. Mit Ferrari, Porsche, BMW und Mercedes kamen auf den ersten vier Plätzen vier verschiedene Fabrikate ins Ziel. Im Übrigen kamen die vier Spitzenreiter aus vier verschiedenen Klassen. Hier hieß die Reihenfolge SP8 vor SP7, E1XP und SP9.

Für den zweiten Schnitzer-BMW endete der letzte Einsatz vor dem 24H Rennen unglücklich. In der letzten Rennstunde hatte die Truppe mit Andy Priaulx, Dirk Müller und Dirk Adorf einen Unfall im Bereich Brünnchen. Gut präsentierte sich dagegen der BMW Z4 GT3 von Schuberth Motosport. Beim ersten Einsatz des neuen Wagens auf der Nordschleife war man gut dabei und konnte gut mit der starken Konkurrenz mithalten.

In zwei Wochen steht mit dem 53. ADAC ACAS H&R-Cup bereits der nächste Lauf durch die Grüne Hölle an. Dann geht es allerdings wieder über die klassische Standard-Distanz von vier Stunden.