VLN: Veranstalter plant weitere Mindeststandzeiten und Tankkannenverbot

1175
Die VLN-Organisatoren diskutieren Sicherheitskonzepte für die Boxengasse | © Dirk Fuchs

Um die Sicherheit in der Boxengasse zu erhöhen, plant die VLN-Veranstaltergemeinschaft, verschiedene Maßnahmen. Zum einen solle das Prinzip der Mindeststandzeiten in weiteren Klassen Anwendung finden, zum anderen forcieren die Organisatoren die Abschaffung der Tankkannen.

Im Augenblick ventiliert die Veranstaltergemeinschaft verschiedene Konzepte, um die Sicherheit in den Boxen zu erhöhen. „Wir haben noch nicht das fertige Gesamtkonzept, aber ein paar Einzelmaßnahmen im Blick“, erklärt VLN-Geschäftsführer Karl Mauer im vln.de-Interview. Zur Diskussion steht, das Prinzip der Mindeststandzeiten in Zukunft auch in weiteren Wertungen zur Anwendung bringen.

Intention der VLN-Veranstalter sei es, im Hinblick auf die Sicherheitsoptimierungen die Hektik beim Nachtanken und Reifenwechseln zukünftig zu entschleunigen. „Mit einer Mindeststandzeit könnte man den Ablauf der Arbeiten an den Boxen entspannter und ruhiger gestalten“, meint Mauer. „Wir könnten so ein wenig Druck vom Kessel nehmen.“

- Anzeige -

Darüber hinaus gedenkt das Organisatorengespann, die Tankkannen abzuschaffen. „Dazu hat die ILN einen guten Vorschlag gemacht“, erläutert Mauer. „Es gibt mittlerweile schon bei Serienfahrzeugen ein Verschlusssystem, das ohne Tankdeckel auskommt. Dabei überwindet man mit der Zapfpistole zwei federbelastete Klappen im Tankstutzen, die automatisch wieder zuschnappen, wenn die Pistole abgezogen wird.“

Zudem sei die Tankkanne ohnedies bereits entbehrlich, weil diese die Funktion ausübt, die Kraftstoffmenge zu dosieren. Aufgrund der Mindeststandzeiten erübrigt sich die bezweckte Regulierung. „Wir setzen uns mit Macht dafür ein, die Tankkannen zu verbieten“, stellt Mauer in diesem Kontext heraus. „Die VLN befindet sich mit der ILN und den betroffenen Teams bei diesem Thema in guter Gesellschaft.“