Splash & Dash: Nissan siegt am Fuji, Lamborghini dominiert in Snetterton

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Nissan jubelte bei der Super-GT-Runde am Fuji | © Impul

Ein ereignisreiches erstes Augustwochenende liegt hinter der Sportwagen-Szene. Auf dem Nürburgring starteten die RCN und die Spezial-Tourenwagen-Trophy. Darüber hinaus fand in Fuji der fünfte Lauf zur Super-GT-Serie statt, die Britische GT gastierte in Snetterton. Ein Splash-&-Dash-Überblick.

RCN: Gerhard mit viertem Saisonerfolg

Christian Gerhard war erneut das Maß der Dinge in der RCN-Breitensportserie. Der Viersener gewann den Preis der Erftquelle mit seinem Porsche 991 GT3 Cup. Komplettiert wurde das Podium durch Volker Wawer (Porsche Cayman GT4 CS) und das Duo Lukas Moesgen/Tim Breidenbach (Porsche 997 GT3 Cup).

Die Leistungsprüfung auf der Nordschleife des Nürburgrings wurde indessen überschattet durch einen schweren Unfall im Streckenabschnitt Tiergarten in der zweiten Rennrunde. Die Gelbphase hielt bis zum Fallen des schwarz-weiß karierten Tuches an. Glücklicherweise gab es keine Personenschäden.

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Aufgrund eines Nicht-Antritts verlor der BMW-Sportler Stephan Reuter wiederum die Gesamtführung in der Rundstrecken-Challenge auf dem Eifelaner Traditionskurs. Neue Spitzenreiter in der Gesamtwertung sind somit die Porsche-Haudegen Christian Büllesbach und Norbert Fischer.

Super GT: Nissan siegt in Fuji

Nissan hat die fünfte Runde der Super-GT-Meisterschaft auf dem Fuji Speedway gewonnen. Hironobu Yasuda und João Paulo de Oliveira feierten dabei ihren ersten Saisonsieg. Dahinter kamen zwei Honda-Mannschaften ins Ziel. Koudai Tsukakoshi und Takashi Kogure von Keihin Real Racing wurden Zweite vor Naoki Yamamoto und Takuya Izawa, die für das Team Kunimitsu starten.

Die Tabellenführung haben derweil noch die Nissan-Athleten Tsugio Matsuda und Ronnie Quintarelli inne. Mit Respektabstand folgen Heikki Kovalainen und Kohei Hirate. Auf dem dritten Platz rangieren James Rossiter und Ryo Hirakawa.

In der kleineren GT300-Klasse feierte die BMW-Equipe des Teams Aguri den ersten Sieg mit dem neunen BMW M6 GT3 auf japanischen Boden. Shinichi Takagi und Takashi Kobayashi retteten dabei eine Zehntelsekunde auf die Audi-Piloten Richard Lyons und Tomonobu Fujii ins Ziel. Klassendritte wurden Takuto Iguchi und Hideki Yamauchi im Subaru von R & D Sport.

Dank des Sieges führen nun Takagi und Kobayashi die Subkategorie für GT300-Sportwagen an. Die bislang Führenden Takeshi Tsuchiya und Takamitsu Matsui verloren durch einen Nuller die Führung. Dennoch bleiben die Toyota-Fahrer auf dem Silberrang. Dritte sind Jann Mardenborough und Kazuki Hoshino von NDDP Racing.

Britische GT: Barwell Motorsport dominiert in Snetterton

Das Lamborghini-Gespann Jon Minshaw und Phil Keen von Barwell Motorsport drückte dem Rennwochenende in Snetterton seinen Stempel auf. Das Duett war sowohl am Samstag als auch am Sonntag siegreich. Den samstäglichen Lauf beendeten das Aston-Martin-Duo Mark Farmer und Jon Barnes auf dem zweiten Platz. Dahinter positionierten sich die Bentley Boys Rick Parfitt und Seb Morris.

Am Sonntag kreuzten die Tabellenzweiten von TF Sport, Derek Johnston und Jonathan Adam, in ihrem Aston Martin Vantage GT3 die Ziellinie. Auf den dritten Rang beförderten Joe Osborne und Lee Mowle ihren betagten BMW Z4 GT3. Dank des Doppelsieges konnten die Lamborghini-Recken Minshaw und Keen die Führung im Championat übernehmen.

STT: Klaus Abbelen siegt zweifach auf dem Ring

Im Rahmen des ADAC GT Masters gastierte auch die Spezial-Tourenwagen-Trophy auf dem Nürburgring. In der beliebten Serie herrschte wie gewöhnlich ein bunter Fahrzeugmix. Jedoch beinhalteten die Läufe am Fuße der Burg eine Besonderheit. Klaus Abbelen absolvierte beide Sprintrennen im eigenen Porsche 962. Und prompt gewann der Fleischproduzent beide Wertungsläufe.

Zweimal musste sich Eddy Kamm mit der zweiten Gesamtposition in seinem ehemaligen DTM-Wagen der Marke Audi zufrieden geben. Am Samstag durfte Ulrich Becker als Dritter an der Siegerehrung teilnehmen wohingegen Jürgen Bender den Sonntag auf Platz drei beendete.

Sports Car Challenge: Fiedler und Kormann siegen in Salzburg

Die Serie der Sportprototypen gastierte am vergangenen Wochenende auf dem Salzburgring. Der PRC-Audi-Turbo-Pilot Andreas Fiedler krönte sich am Samstag zum Laufsieger. Knapp geschlagen wurde der Schweizer Turi Breitenmoser in seinem PRC-Ford. Den dritten Platz holte sich Alexander Seibold im PRC-BMW.

Anders als der ruhige Samstag gestaltete sich der Sonntag überaus chaotisch. Direkt nach der Startfreigabe versenkte Andreas Fiedler seinen Prototypen in der Leitplanke, sodass das Rennen abgebrochen werden musste. Unmittelbar nach dem Neustart kamen sich Breitenmoser und Seibold zu Nahe und sorgten für den erneuten Abbruch. Schlussendlich siegte Peter Kormann im zweiten PRC-Audi-Turbo. Dahinter klassifizierten sich Thomas Amweg, bester Pilot der Division 2, vor Breitenmoser.