VLN: Rowe verbucht deutliche Doppelführung zur Halbzeit

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Jan Seyffahrt, Nico Bastian und Lance David Arnold haben im Mercedes-Benz von Rowe Racing nach den ersten Boxenstopps die Führung beim Sechs-Stunden-Rennen in der Eifel übernommen. Und seitdem nicht mehr abgegeben. Die Verfolger liegen mehr als dreißig Sekunden zurück.

Drei von sechs Stunden – also die Hälfte der Zeit – sind beim Saisonhöhepunkt der VLN absolviert und ganz vorn haben sich die Schwesterautos von Rowe Racing beim Comeback eingenistet. Den vergangenen Lauf auf der Kombination aus Nürburgring und Nordschleife hatte das Bubenheimer Team aus Protest über die Einstufung ihrer beiden Autos ausgelassen.

Schon in der Qualifikation zeigte sich, dass die Sternenkrieger gestärkt aus ihrer Auszeit zurück gekommen sind, denn Jan Seyffahrt, Nico Bastian und Lance David Arnold stellten ihr Auto auf Platz zwei hinter den Phoenix-Audi von Frank Stippler. Diese Position konnte Seyffahrt nach dem Start auch vorerst behaupten, hinter ihm sortierten sich Patrick Huisman (Frikadelli-Porsche), Christopher Haase (Phoenix-Audi) und Teamkollege Nico Bastian ein, der von Platz neun das zweite Auto startete.

An der Spitze trat fortan der Nordschleifen-Spezialist Stippler die Flucht nach vorn an und war im Schnitt mehr als fünf Sekunden schneller als seine Verfolger, wodurch er nach seinem Stint einen Vorsprung von mehr als dreißig Sekunden hatte. Dagegen musste sich Seyffahrt zwischenzeitlich hinter Huisman und Haase einordnen, bevor die Mannschaft auf eine andere Strategie gezwungen wurde.

Strategiewechsel bringt die Führung

Durch einen möglichen Schaden holte die Boxencrew den Mercedes vorzeitig zum Service, doch die Sorge war unbegründet. Dafür war Seyffahrt, der im Auto blieb, aus der Kampfgruppe heraus und konnte durch seine freie Fahrt viel Zeit herausholen. Frank Stippler hingegen gab das Steuer an Roman Rusinov ab, der sich in der Eifel noch nicht so gut auskennt.

Dadurch verlor die am Ring ansässige Phoenix-Mannschaft die Spitzenposition an den Rowe-Mercedes-Benz, der aktuell einen Vorsprung von etwa zehn Sekunden auf das Schwesterauto in den Händen von Michael Zehe, Nico Bastian und Marko Hartung hat. Die restlichen Verfolger liegen über eine halbe Minute zurück und werden angeführt von der Frikadelli-Truppe.

Doch dieses Klassement ist nur eine Momentaufnahme – zum einen, weil das Rennen noch einmal so lang geht, und zum anderen, weil die Wetterfrösche größere Regenschauer zwischen 15.30 Uhr und 16 Uhr prognostizieren, nachdem es auf einigen Streckenabschnitten immer wieder tröpfelte.