Toyota: GT86-Renner meistern Feuertaufe mit Bravour

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Toyota und Lexus reüssieren beim Klassiker in der Eifel: Der japanische Automobilhersteller hat mit dem GT86-Renner sein neuestes Rennfahrzeug beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit zwei Klassensiegen erfolgreich eingeweiht. Indes triumphierte der LFA-Bolide in der SP8-Wertung. 

Dem Toyota GT86 wurde in der Grünen Hölle der Ritterschlag erteilt. Unter der Ägide von Gazoo Racing und Toyota Swiss Racing debütierten zwei Rennvarianten des pazifischen Konstrukteurs vergangenes Wochenende beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Beide Fahrzeuge erzielten beim Jubiläumsrennen in der Eifel den jeweiligen Klassensieg – dies betrifft die Wertung SP3 und V3. 

Zudem erzielte das Fahrertrio Takayuki Kinoshita, Akira Iida und Juichi Wakisaka mit dem so genannten Lexus LFA den 15. Rang im Gesamtklassement und gewann somit die Division SP8 gegen die Rivalen von Hyundai, Corvette, Audi und Aston Martin. Das Quartett Yoshinobu Katsumata, Masahiko Kageyama, Kumi Sato und Minoru Takaki siegte wiederum mit dem GT86-Flitzer die kleine SP3-Kategorie. 

Die Equipe Toyota Swiss Racing dominierte wiederum im Hinterfeld. Das eidgenössische Gespann setzte ebenfalls zwei seriennahe GT86-Boliden in der V3-Klasse ein. Selbst in dieser Wertung wanderte der Pokal in das Toyota-Lager. Das Ensemble Natascha Gachnang, Oliver Burri, Christoph Wuest und Andreas Lanz überquerten den Zielstrich mit den meisten Runden. Den Stallgefährten Peter Wyss, Lorenz Frey, Rolf Maritz und Klaus Völer war das Glück dagegen nicht hold, denn die vierköpfige Truppe musste bereits nach elf Umläufen die Segel streichen. 

Nordschleifen-Atmosphäre im Straßenverkehr 

Maßgeblich beteiligt an den Erfolgen der Toyota-Lexus-Delegationen waren Mitarbeiter des Herstellers, welche den nagelneuen GT86-Flitzer betreuten, der Mitte September auch in Deutschland in Serie geht. Das japanische Rennmodell ist für einen Preis ab 29.990 Euro zu erwerben. Mit seinem Hinterradantrieb und einem Vier-Zylinder-Benzinmotor leistet es rund 200 PS. 

Wer wiederum mit Lichthupe auf der linken Spur heizen möchte, dem sei mit der Straßenversion des LFA-Vehikels gedient. Nebst der Standardkonfiguration erweitert Toyota nämlich seine Angebotspalette um ein Nürburgring-Performance-Paket. Zu einem Aufpreis von 70.000 Euro – zum Grundbetrag von 445.000 Euro – erhält der Kunde ein Aerodynamik-Kit aus Frontspoiler und Heckflügel. Abgerundet wird das Produkt mit einem optimierten Fahrwerk und einer Leistungssteigerung auf 571 PS, die eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h versprechen. 

Letztendlich stellt sich allerdings noch die Frage, ob die Toyota-Mannschaft in Rheinland-Pfalz Fingerübungen für den Stichtag im Département Sarthe getätigt hat und noch dazu Erkenntnisse für das Rennen in Le Mans gewinnen konnten.