Spanische GT: Erster Sieg für Nova Driver

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Auf der Iberischen Halbinsel fand sich der südländische GT-Tross am vergangenen Wochenende zusammen, um gemeinsam das zweite Saisonrennen in Angriff nehmen. Es sollte ein turbulentes Rennen im neuen Langstreckenformat werden.

Wie auch in Frankreich trafen sich die nationalen GT-Teams auf der Iberischen Halbinsel zum zweiten Saisonrennen der spanischen GT-Meisterschaft auf dem Circuito del Jarama nahe Madrid. Dabei wurde zum ersten Mal im neuen Langstreckenformat gefahren. Dadurch dauerte das Rennen zwei Stunden und zehn Minuten und zählte zur „Endurance Trophy Iber GT“.

Obwohl es in den Nacht geregnet hatte, konnte das Rennen im Trockenen begonnen werden. Von der Poleposition ins Rennen ging der Portugiese César Campaniço im Nova Driver-Audi R8 LMS ultra. Er konnte sich beim Start behaupten und als erster in die erste Kurve, welche scharf nach rechts geht, einbiegen.

Hinter ihm wurden einige favorisierte Fahrzeuge durch einen Unfall aus dem Rennen gerissen. Darunter waren der Mercedes SLS von Sports & You mit den Fahrern Luis Silva und Antonio Coimbra sowie der zweite Nova Driver-R8 mit Manuel Gaio, Carlos Vieira und Lourenço Beirao da Veiga am Volant. In diesem Fall galt allerdings das Sprichwort „des einen Freud, des anderen Leid“. Dass das Rennen unter anderem dieser beiden Wagen beendet wurde, spülte gleich am Start den Autorlando-Porsche und den GoodSense Racing-Lamborghini in die Verfolgerpositionen des von der Poleposition gestarteten Audi.

Ärgster Verfolger des Portugiesen im bayrischen Rennwagen war jedoch ein anderer. Miguel Ángel de Castro erwischte im Drivex-Porsche einen exzellenten Start und konnte Campaniço früh unter Druck setzen. Wenige Zeit nach dem Start gelang es ihm, den Nova Driver-R8 zu überholen. Doch auch der Spanier war nicht der Mann der Stunde. Dieser war Matheus Stumpf. Er überholte sowohl Campaniço als auch de Castro und setzte sich an der Spitze ab.

Nach etwa der Hälfte des Rennens konnte Campaniço im R8 die Spitze zurückerobern. Damit sammelte er wichtige Punkte für die Meisterschaft, denn diese wurden sowohl zur Rennhalbzeit als auch zu Rennende vergeben, da der Lauf in Jarama die doppelte Länge eines normalen iberischen GT-Laufes hatte.

Bis zum Ende änderte sich an der Reihenfolge nicht mehr viel. César Campaniço gewann im Nova Driver-R8 gemeinsam mit seinem finnischen Teamkollegen Mikko Eskelinen vor Miguel Ángel de Castro und Alan Sicart im Drivex-Porsche sowie Miguel Ramos, Joao Ramos und Hugo Godinho vom Team Ray Racing. Das Team Autorlando wurde am Ende Vierter, vor dem ACL by Rodrive-Ford GT mit Matheus Stumpf am Steuer, der zu Beginn auftrumpfen konnte.

Die kleinere GTS-Klasse gewann Rafael Unzurrunzaga im Mosler MT900R. Die GT-Light-Klasse, die auf der GT4 basiert, konnten Luis Villaba und Francesc Gutiérrez für sich entscheiden.