Lausitz: Ferrari verliert, Porsche brilliert

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Porsche-Topleistung in Klettwitz: Sebastian Asch und Michel Ammermüller erwiderten ihr Spielberg-Pech und dominierten Rennen eins der GT Master 2011 auf dem EuroSpeedway Lausitz. Ein Fiasko erlebte hingegen abermals das Farnbacher-Team – Reifenprobleme verhinderten möglichen Sieg.

Die Lausitz ist Porsche-Land: Ferrari, Corvette, Mercedes – überlegen deklassierten Sebastian Asch und Michel Ammermüller unter der Flagge von a-workx Akrapovic sämtliche ihrer Gegner beim elften Saisondurchgang der ADAC GT Masters 2011. Obendrein rundete das Team Hegersport mit Gesamtposition drei für Stefan Wendt sowie Nicolas Armindo einen tollen Auftritt der Marke Porsche ab, der sich vor allem durch das besonders gute Reifenmanagement der Elfer-Reiter auszeichnete.

Das „schwarze Gold“ spielte im 60-minütigen Masters-Sprintrennen des heutigen Samstagmittages neuerlich eine signifikante Rolle: Der zur Überraschung vieler Beteiligten auf Poleposition gefahrene Ferrari F458 der Mannschaft Farnbacher ESET Racing, pilotiert von Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher, schien nach der ersten Hälfe der Rennens gar den Sieg einfahren zu können, doch rund 20 Minuten vor Schluss verlor der Italo-Renner eine Position nach der anderen – vermutlich aufgrund nachlassender Pneus.

Reifenflüsterer 911 GT3 R

Diese wurden nämlich von Startfahrer Kenntenich Runden lang gequält, als der zu diesem Zeitpunkt Zweitplatzierte, Sebastian Asch, gehörigen Druck auf auf erstgenannten ausübte. Ergo kämpfte die Ferrari-Crew gegen Ende des Rennens mit stumpfen Waffen, weshalb Asch-Partner Ammermüller, dessen Reifen tadellos zu funktionieren schienen, nach dem Gewinn der Führung schlussendlich ungehindert davonziehen konnte. Auf der Linie hatte das Porsche-Doppel mehr als fünf Sekunden Rückstand auf die besten Verfolger – Diego Alessi und Daniel Keilwitz.

Denn auch die Callaway Competition-Kämpfer schlüpften am hinkenden Fahrbacher-Auto vorbei. Platz zwei wäre ihnen aber dennoch beinahe wieder abhanden gekommen. Grund: Stefan Wendt und Nicolas Armindo, gestartet für Hegersport, jagten ebenfalls gen Feldfront – vorbei an Ferrari und Co. –, griffen sogar immer wieder die Corvette Z06.R von Alessi/Keilwitz an. Letzten Endes blieb es aber bei der Reihenfolge Callaway vor Hegersport. Rang vier sowie die Meisterschaftsführung tüteten derweil nahezu unauffällig Dino Lunardi und Alexandros Margaritis ein.

Hop oder Top: erneuter Stuck-Nuller

Die neuen Spitzenreiter kamen folglich weit vor ihren Titelkontrahenten Johannes und Ferdinand Stuck heim. „Die Buben“ kämpften sich nach einem nächtlichen Fahrwerksumbau des Autos von Startplatz 19 nicht allzu weit nach vorne – Position 16 ist alles, was den mit 30 Kilogramm Erfolgsgewicht bestückten Brüdern am Ende der einstündigen Hatz blieb. Damit unterstrichen die beiden Strietzel-Nachkommen einmal mehr ihre Ergebnishistorie: Bis dato holten Johannes und Ferdinand entweder einen Sieg oder null Punkte.

Der beste Audi R8 LMS, erneut jener von Luca Ludwig und Christopher Mies, belegte die sechste Position. Auch die Abt Sportsline-Equipe macht somit Meisterschafts-Boden auf Stuck und Stuck gut: Mit 101 Zählern liegt man nun lediglich um 15 hinter den Zweitplatzierten auf dem Bronzeplatz; 20 fehlen auf Lunardi/Margaritis.

Das heutige, zu Beginn von einer kurzen Safetycar-Phase unterbrochene Rennen wird morgen durch den zweiten Lausitz-Lauf ergänzt werden. Start ist wie gewohnt um 12:00 Uhr deutscher zeit.

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