Spa-Francorchamps: Kein AMR-One in den Ardennen

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Nach den desaströsen Vorstellungen in Le Castellet und beim Test in Le Mans entscheidet sich Aston Martin Racing, auf den Start bei den 1.000 Kilometer von Spa zu verzichten. Stattdessen übt man sich in Schadensbegrenzung und versucht sich noch halbwegs ordentlich auf die 24 Stunden von Le Mans vorzubereiten.

Davis Richards zum Rückzug: „Wir könnten im Mai in Spa antreten. Doch der Zeitplan einer Rennveranstaltung hindert uns daran, unsere Ziele zu erreichen. Wir müssen unser Testprogramm in den Bereichen Motor, Aerodynamik und Langstreckentauglichkeit in unserem eigenen Rhythmus weiterführen.“

In Le Castellet war man schon weit weg von der Musik. Beim Test in Le Mans offenbarten sich dann auch noch Probleme mit den Zylinderlaufflächen des Reihensechsers. Man kann dies als Anlaufproblem abhaken, doch in Fachkreisen mehren sich die Stimmen, die offen von einer Fehlentscheidung bezüglich des AMR-Motorenkonzepts reden. Nicht wenige hielten eine Entscheidung zugunsten eines V6-Biturbos für die bessere Wahl.

Bei Pro-Drive strahlt man Gelassenheit aus, befindet man sich doch noch ganz am Anfang eines auf drei Jahre angelegten Projekts. Will man aber in Le Mans beim Saisonhighlight nicht zur Lachnummer mutieren, steht der Truppe um David Richards noch mächtig viel Arbeit ins Haus.