Le Mans: Signatech sagt ab, Extrême Limite rückt auf

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Erster Rückzug vom Sarthe-Klassiker: Signatech-Nissan hat seine Meldung für die 24 Stunden von Le Mans von der Nennliste streichen lassen. Damit erbt die französische Mannschaft von Extrême Limite den letzten Startplatz, deren Arbeitsgerät ein Norma-Judd ist.

Der Stichtag rückt näher, und es ist nach wie vor Bewegung im Teilnehmerfeld. Jüngst hat das Signatech-Nissan-Gespann einen Rückzieher gemacht und seinen Start beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans abgesagt. Während der Oreca 03-Nissan demgemäß am zweiten Juniwochenende in der Garage verweilt, rückt die Pariser Equipe Extrême Limite von der Reserveliste auf und ergattert den 56. Startplatz beim Langstreckenklassiker.

Einsatzgerät ist ein Norma M200P-Judd HK, welcher im letzten Jahr seine Premiere an der Sarthe feierte und heuer bereits in Le Castellet eifrig Kilometer zurücklegte. „Wir freuen uns selbstverständlich über diese tollen Nachrichten“, teilte Teammanager Patrice Roussel gegenüber Endurance-Info mit. „Demnach werden wir die Vorbereitungen auch bei den Testtagen am 24. April fortsetzen. Bisher steht Fabian Rosier als einziger Pilot fest, weshalb wir uns jetzt baldig um die Komplettierung der Besatzung kümmern müssen.“

„Nach dem Sechs-Stunden-Rennen in Le Castellet haben wir das Fahrzeug nochmals überarbeitet und einige Anpassungen vorgenommen“, fährt der Extrême-Kopf fort. Wir haben einen neuen Motor installiert. Was jedoch das Aerodynamik-Paket anbelangt, werden wir für Le Mans dasselbe wie auf dem Paul Ricard HTTT verwenden, da wir auf diese Weise eine exzellente Hochgeschwindigkeit erzielen konnten. Wir hatten in Le Castellet sogar die zweitschnellsten Werte in der LMP2-Kategorie, was ein Vorteil für Le Mans ist. Die Norma-Karosserie bietet uns eine solide Basis, deshalb sind wir zuversichtlich. Wir können die Sache entspannt angehen.“

Auf der Reservebank der Prototypen-Akteure verbleiben somit noch zwei Ensembles: Kronos Racing und Boutsen Energy Racing. Letztgenannte Truppe vertraut ebenfalls auf Oreca 03-Nissan und könnte den Wegfall der Markenkollegen kompensieren. Kronos schielt hingegen auf die Königsdisziplin und hat einen alten Lola-Aston Martin im Fuhrpark stehen, welcher auf seinen Einsatz wartet. Denn noch ist nicht aller Tage Abend, und weitere Rückzüge sind nicht ausgeschlossen, was die vergangenen Jahre zeigten.

Selbiges gilt im Übrigen auch für die Gran-Turismo-Sparte. Bei den GT-Mannschaften verharren gleichermaßen noch zwei Gespanne in der Warteschlange: Robertson Racing aus den Vereinigten Staaten mit dem Ford GT-Eigenbau und Young Driver AMR mit einem Aston Martin Vantage – beides Anwärter für die GTE-Profiklasse. David Murry und Tomas Enge wurden als Nummer-eins-Fahrer aufgestellt. Angemerkt sei jedoch, dass zumindest Robertson schon einen Ford GT in der Amateurliga am Start hat.