Silverstone: Audi erobert die erste Startreihe

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Audi okkupiert in Silverstone die erste Startreihe | © Daniel Schnichels

Audi hat das Kräfteverhältnis im Qualifikationstraining bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Silverstone vorerst umgekehrt. Marcel Fässler und André Lotterer setzten sich vor ihren Teamkollegen durch. Porsche fuhr im Nassen auf die Plätze drei und vier. Ferrari steht in der GTE-Pro-Klasse auf Rang eins im Grid.

Im Qualifying auf nasser Fahrbahn hat Audi in Silverstone die Poleposition erobert. Marcel Fässler und André Lotterer erzielten eine Durchschnittszeit von 1:53,204 Minuten. Nachdem es am Morgen schneite, fand das Qualifikationstraining auf abtrocknender Fahrbahn statt. In der Hackordnung der LMP1-Hersteller mussten sich Porsche und Toyota unterordnen. Ferrari führt die GTE-Pro-Klasse an.

Das Audi-Werksteam hat sich nach den langsamen Trainingssitzungen am Freitag rehabilitiert. Im Trockenen versuchte sich Porsche als dominierende Macht zu etablieren. Allerdings fehlten Brendon Hartley und Mark Webber in der Zeitenjagd 0,946 Sekunden auf die Führenden. Damit steht das Team der amtierenden Weltmeister beim Rennstart auf Rang drei neben den Teamkollegen.

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Zu Toyota, dem Dritten im Bunde, haben die beiden deutschen Hersteller hingegen eine signifikante Lücke aufgerissen. Mit rund fünf, respektive sieben, Sekunden hinken die Japaner hinter der Spitze hinterher. Bereits im morgendlichen Schaulaufen zeigte sich, dass der TS 050 auf nasser Fahrbahn sehr schwierig zu fahren ist.

René Rast hat seinen Einstand bei G-Drive Racing in der LMP2 mit der Poleposition veredelt. Gemeinsam mit Roman Rusinov kam er auf eine Zeit von 2:08,479 Minuten und steht damit auf Rang eins der Klasse vor Extreme Speed Motorsports und Morand Racing.

Davide Rigon und Sam Bird (AF Corse) haben sich in der GTE-Pro-Kategorie durchgesetzt. Die Zeit von 2:12,440 Minuten reichte zu Startplatz eins, da die Teamkollegen Gianmaria Bruni und James Calado ans Ende des Feldes versetzt wurden. Beim ersten Einsatz in der professionellen Klasse platzierte sich Proton Racing mit dem Porsche 911 RSR auf Rang zwei dahinter. Platz drei geht an Ford beim GT-Comeback auf europäischem Boden. In der GTE-Am-Klasse dürfen sich Khaled Al-Qubaisi und Klaus Bachler (Proton Racing) über die Klassenspitze freuen.