USCC: Riley plant LMP2-Neukonstruktion für 2017

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Riley Technologies beabsichtigt offenbar, ein eigenes LMP2-Coupé nach dem neuen Prototypen-Reglement für 2017 bauen. Damit unternimmt der US-amerikanische Konstrukteur einen zweiten Versuch, sich in der Le-Mans-Branche zu engagieren. Im Jahr 2010 scheiterte das Vorhaben mangels Kunden.

Die US-Rennschmiede Riley Technologies will offenbar einen zweiten Versuch starten, sich als LMP2-Konstrukteur zu engagieren. Damit reagiert das Unternehmen um Bill Riley auf das neue Prototypen-Reglement, welches 2017 in Kraft tritt. Denn 2017 verbannt die IMSA die DP-Sportwagen in der USCC-Meisterschaft und stattdessen bilden die LMP2-Fahrzeuge alleinig siegfähige Klasse.

Das neue LMP2-Coupé soll in zwei Versionen angeboten werden: die erste Variante wird laut Riley als „Standard-LMP2-Chassis“ bezeichnet. Jene Variante, gedenkt Riley Technologies, für alle ACO-Serien zu homologieren. „Für unser Unternehmen ist es durchaus reizvoll, ein Fahrzeug zu haben, mit dem wir in der Lage sind, an den größten Rennen der Welt teilzunehmen – Daytona, Le Mans und all den anderen“, eröffnete Firmenchef Riley gegenüber „SportsCar365.com“.

Durch diese Homologation könnte Riley also nach über zehn Jahren sein Comeback bei den 24 Stunden von Le Mans geben. An der Sarthe war Riley & Scott bereits zwischen 1996 und 2003 aktiv, ehe sich der US-amerikanische Konstrukteur ab 2004 auf die DP-Fertigung konzentrierte. Die zweite Variante werde wiederum herstellerspezifische Kits beinhalten. Damit können Kundenteams ihre persönlichen Wünsche verbauen lassen, dies dürfte aber nur in der USCC möglich sein.

Damit das neue LMP2-Coupe erfolgreicher vermarktet werden kann als das 2010 geplant LMP2-Modell MkXXV LMP, befindet sich Riley Technologies gegenwärtig in Gesprächen mit interessierten Teams und Herstellern. Diese sollen intensiviert werden, sobald die IMSA-Organisation und der ACO am 25. September in Paris die Eckdaten des Reglements endgültig fixieren. 

Darüber hinaus plant die nordamerikanische Sportwagen-Manufaktur, dessen Chassis zwölfmal das 24-Stunden-Rennen von Daytona gewonnen haben, ein LMP3-Auto zu entwickeln. Riley Technologies würde gerne die LMP3-Klasse in der USCC sehen, aber die LMP3-Autos sollen zuerst als Pedant zu den IMSA Lite-Prototypen laufen. Erst ersetzen diese die Prototypen Challenge in der USCC-Serie.