Petit Le Mans: Abendstimmung über der Road Atlanta

20

Es geht in die Schlussphase des Petit Le Mans‘ und damit in die Dunkelheit von Georgia. Weiter in Führung liegt Nick Heidfeld im Rebellion-Lola nach dem Ausfall von Muscle Milk Racing. Falken Tire drückt der GT-Klasse den Stempel auf und verteidigt die Spitze gegen Risi Competizione.

Nach dem Ausfall der Muscle-Milk-Truppe – in Führung liegend – auf Grund eines Kühlerschadens ist die Entscheidung um den Gesamtsieg de facto gefallen. Sollte der Rebellion-Truppe keinen technischen Defekt erleiden oder im Verkehr einen Unfall bauen, ist Nick Heidfeld, Nicolas Prost und Neel Jani der Sieg beim Petit Le Mans und damit die Titelverteidigung gelungen. LMP1-Konkurrent Chris Dyson hat mehr als neun Runden Rückstand auf die Schweizer.

Noch vor der Dyson-Mannschaft liegen die LMP2-Spitzenreiter. In Führung nach mehr als sechs Stunden und dreißig Minuten ist Anthony Lazzaro im Extreme-Speed-HPD. Damit setzt er Tabellenführer Scott Tucker weiter unter Druck, der nur auf Platz drei der Klasse unterwegs ist. Noch vor dem Level-5-Teamchef ist sein Schützling Jonny Kane klassiert, mit einer Runde Vorsprung.

In der LMPC-Kategorie ist 8 Star Motorsports auf dem Weg zu einer echten Sensation. Die Gaststarter Sean Rayhall und Oswaldo Negri führen seit geraumer Zeit souverän die Klasse an. Auf Platz zwei liegt Stefan Johansson in BAR-1-Diensten, der damit Titelaspirant Chris Cumming hilft, da sowohl Tabellenführer Mike Guasch (PR1/Mathiasen Motorsports) als auch Verfolger Tristan Nunez (Performance Tech Motorsport) in Problemen sind. Dritter ist Mark Wilkins (Core Autosport), der ebenfalls für einen Meisterschaftskandidaten, seinen Teamchef Jon Bennett, kämpft.

Die Falken-Mannschaft zeigt nach Sebring im zweiten großen Rennen der Saison wieder eine überzeugende Leistung. Wolf Henzler führt aus eigener Kraft das Petit Le Mans an, hat aber Polesitter Olivier Beretta im Risi-Ferrari direkt an seiner Stoßstange hängen. Jörg Müller hat den dritten Platz inne, doch Teamkollege Dirk Müller bräuchte einen Sieg, um noch auf den Titel schielen zu können. Hinter dem zweiten BMW in den Händen von John Edwards hält aber Jordan Taylor seine Fahrerpartner Jan Magnussen und Antonio García (Corvette) weiterhin auf Meisterschaftskurs. GTC-Spitzenreiter ist Debütant Madison Snow (Flying Lizard Motorsports).