Auftakt in der Eifel: Rowe Racing erzielt Trainingsbestzeit

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Das Rowe-Fahrerquartett eroberte im Endspurt die Trainingsspitze auf dem Nürburgring: Lance David Arnold, Alexander Roloff, Thomas Jäger und Jan Seyffarth sicherten sich auf nasser Strecke letztlich die Bestzeit. Dahinter platzierten sich WRT-Audi und das Porsche-Ensemble von Falken Motorsports. 

Die Spiele am Fuße der Nürburg sind eröffnet. Jedoch mit Verzögerung: Einmal mehr umhüllten dichte Nebelschwaden den Traditionskurs in der Eifel, weshalb die Rennleitung das Freitagstraining um eine halbe Stunde verschob. Dennoch waren die Akteure des 24-Stunden-Rennens widrigen Bedingungen ausgesetzt. Denn als sich die Sichtverhältnisse schließlich besserten, überschwemmten sintflutartige Regenfälle die Pistenkombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife.

Der Mercedes-Benz-Delegation Rowe Racing trotzte im Laufe der einstündigen Sitzung den Widrigkeiten und platzierte sich in den letzten Minuten an der Spitze des Klassements. Lance David Arnold, Alexander Roloff, Thomas Jäger und Jan Seyffarth ließen sich einen Umlauf in 10:18,667 Minuten protokollieren. An zweiter Stelle sortierte sich das WRT-Audi-Quartett Laurens Vanthoor, Edward Sandström, Christopher Mies und Christopher Haase (+1,056 Sekunden) ein. 

Dritte wurden wiederum Wolf Henzler, Peter Dumbreck, Martin Ragginger und Sebastian Asch (Falken-Porsche/+7,469 Sekunden), welche sich somit gegen Thomas Jäger, Jan Seyffarth, Klaus Graf und Nico Bastian (Rowe-Mercedes-Benz/+11,046 Sekunden) behaupteten. Die schnellsten fünf komplettierten die Porsche-Piloten Timo Bernhard, Romain Dumas, Lucas Luhr und Marc Lieb (Manthey-Racing/+13,280 Sekunden).

Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Patrick Pilet (Frikadelli-Porsche/+13,954 Sekunden) klassierten sich unterdes auf Position sechs. Siebente wurden die BMW-Schützlinge Dirk und Jörg Müller, welche sich das Lenkrad mit Uwe Alzen und Augusto Farfus teilen. Das Schubert-Ensemble verbuchte letztlich einen Rückstand von 14,132 Sekunden auf den Trainingsschnellsten.

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Diskussion um neue Flaggenreglung

Auf dem achten Platz landeten Bernd Schneider, Jeroen Bleekemolen, Sean Edwards und Nicki Thiim (Black-Falcon-Mercedes-Benz/+16,697 Sekunden) vor Marco Holzer, Nick Tandy, Jörg Bergmeister und Richard Lietz (Manthey-Porsche/+18,712 Sekunden). Die Runde der flottesten Zehn vervollständigten Christian Mamerow, Marc Basseng, René Rast und Thomas Mutsch (Abt-Mamerow-Audi/+19,394 Sekunden).

Ein kontroverse Debatte entfachte indes um eine neue Flaggenregeln. Demnach erlaubt es die Rennleitung, bei einfacher gelber Flagge zu überholen, solange die Streckenposten die Fahne lediglich halt, jedoch nicht schwenken. Diese Entscheidung stieß bei einem Gros der Fahrer auf Empörung, da die Unterscheidung zwischen gehaltener und geschwenkter Flagge schwierig zu unterscheiden sei und ein Sicherheitsrisiko berge. 

Darüber hinaus gilt bei Doppelgelb nach wie vor striktes Überholverbot und eine Geschwindigkeitsdrosselung auf 60 km/h. Für die Nacht wurden wiederum weitere Regelungen festgelegt: Eine einfache gehaltene gelbe Tafel entspricht normalem Gelb mit Überholverbot, eine geschwenkte bedeutet Code 60. Selbige Gültigkeit besitzt eine gelbe Handleuchte, die gehalten oder geschwenkt werden kann. 

Die vierstündige Nachtqualifikation ist für heute Abend um 19.35 Uhr anberaumt, während die zweite Zeitenjagd morgen von 11.20 Uhr bis 13.20 Uhr abgehalten wird. In der Top-40-Qualifikation am Samstagnachmittag werden schlussendlich die finalen Startplätze für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ausgefochten.