Fahrerkader: Aston Martin präsentiert Piloten für Jubiläumssaison

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Aston Martin zelebriert sein 100-jähriges Bestehen. Daher plant der britische Autobauer ein Mammutprogramm in der Langstrecken-WM. Am Mittwoch hat der Rennstall den Kader für sein Vier-Wagen-Gespann vorgestellt. Zu den Neuverpflichtungen gehören: Senna, Makowiecki, Dumbreck, Bell und Campbell-Walter.

Aston Martin feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums startet die Werksmannschaft des britischen Traditionsherstellers mit einem Großaufgebot von vier Vantage-Boliden bei den 24 Stunden von Le Mans und in der Langstrecken-WM – zwei Wagen in der Profiwertung, zwei weitere in der Amateurdivision. Ein fünftes Fahrzeug hat der ACO auf der Reserveliste für den Klassiker im Département Sarthe notiert.

Am Dienstag hat Aston Martin Racing schließlich die Besatzungen für die Offensive an der Sarthe präsentiert. Als Stammfahrer für die Startnummer 97 hat der Konstrukteur aus Gaydon die Routiniers Darren Turner und Stefan Mücke aufgestellt. In Le Mans und bei der Generalprobe in Spa-Francorchamps verstärkt Peter Dumbreck das reguläre Duo. Der Brite stand zuvor bei dem Honda-Rennstall JRM Racing unter Vertrag. 

Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 99 pilotieren der ehemalige Formel-1-Pilot Bruno Senna und der GT-Experte Frédéric Makowiecki. Bei der brasilianisch-französischen Fahrerpaarung verfährt Aston Martin gleichermaßen wie bei den Stallgefährten. Die Stammfahrer werden an der Sarthe und in den Ardennen von einem dritten Piloten unterstützt. Deshalb greift Robert Bell den Stammfahrern vorübergehend unter die Arme.

Die erste semiprofessionelle Fahrerbesatzung formiert sich aus Allan Simonsen, Christoffer Nygard und Kristian Poulsen. Das dänische Dreigestirn hantiert im Aston Martin Vantage mit der Startnummer 95. Das vierte Fahrerensemble setzt sich wiederum aus Stuart Hall, Roald Goethe sowie Neuzugang Jamie Campbell-Walter zusammen, welches sich das Cockpit mit der Startnummer 96 teilt. 

ALMS-Auftritt bei den Zwölf Stunden von Sebring

Doch das Mammutprogramm in der Langstrecken-WM deckt nicht sämtliche Aktivitäten der Aston-Martin-Equipe ab. Abgerundet wird das Engagement mit einem Gaststart beim Auftakt der ALMS-Meisterschaft. Turner, Mücke und Senna repräsentierten die blaue-orangenen Farben am Steuer eines Vantage-Renners beim Zwölf-Stunden-Rennen von Sebring im März.

Im Rahmen seines Großeinsatzes im GT-Sektor setzt Aston Martin auf zwei verschiedene Entwicklungsstufen: Bei den Vantage-Modellen in der Profiriege handelt es sich um zwei überarbeitete Rennwagen, die über den Winter weiterentwickelt wurden. „Als wir die siegfähige 2012er-Version des Vantage GTE auf die Saison 2013 vorbereitet haben, konzentrierten sich die Techniker auf das Fahrverhalten sowie die Optimierung der Leistung“, erläutert Chefingenieur Dan Sayers. In der Pro-Am-Kategorie vertraut Aston Martin dagegen auf die 2012-Spezifikation.

Angesichts dieses Kaders und der Entwicklungen während der letzten Monaten fällt es Geschäftsführer Dave Richards sichtlich schwer tiefzustapeln: „Es herrscht dieses Jahr ein echtes Gefühl der Vorfreude bei Aston Martin Racing und die Überzeugung, dass es neuerlich an der Zeit, in Le Mans auf die oberste Podiumsstufe zurückzukehren.“