SRT-Viper: Die Schlange beißt wieder

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Das ohnehin volle GT-Feld der ALMS bekommt weiteren Zuwachs. Neben Lotus wird auch die Viper wieder ins Geschäft einsteigen. Geplant sind im späteren Verlauf der Saison mehrere werksunterstützte Einsätze mit der US-Sportwagenikone.

Auf der New York Auto Show 2012 gaben die Obersten von Chrysler vor wenigen Stunden bekannt, dass man mit Viper zurück auf die Rennstrecke möchte. In der ALMS ist die Schlange keine Unbekannte: In den Anfangsjahren der Rennserie um die Jahrtausendwende wilderten die Vipern auf dem höchsten Level der GT-Klasse. Dorthin möchte das Team SRT Viper Racing zurück.

Neben der Ankündigung des Engagements in der ALMS stellte Chrysler in New York die ab 2013 erhältliche Viper vor, auf der der Rennwagen basieren wird. Diesen jedoch will man erst später enthüllen. Angetrieben wird das neue Performance-Vehikel von einem V10-Motor.

Technisches Know-how, Weltklassefahrer

Da sich während der Abwesenheit der „schnellsten Schlange der Welt“ einiges im GT-Sektor getan hat, vertrauen die Verantwortlichen auf die Unterstützung von Riley Technologies, die bestens als Chassis-Hersteller aus der Grand-Am bekannt sind. Dazu sicherte man sich die Dienste hinter dem Lenkrad von Kuno Wittmer, Dominik Farnbacher und Marc Goossens.

Während Farnbacher und Goossens in der ALMS-Szene bestens bekannt sind, ist dies für Wittmer ein völlig unbekanntes Terrain. Gerade Dominik Farnbacher konnte sich mit vier Siegen einen Namen machen. Zudem verfügt er über große Rennerfahrung, die er im Team seines Vaters unter anderem in Le Mans und auf der Nordschleife sowie bei Starts für andere Rennställe sammelte.

Auch der Belgier Goossens ist mit fast allen GT-Wassern der Welt gewaschen – unter anderem startete er elf Mal in Le Mans, zuletzt 2011 für ProSpeed. Kuno Wittmer hingegen steht seit längerem bei Dodge unter Vertrag. Er startete in der Vergangenheit in der SCCA World Challenge. Allerdings ist er bei deutschen Motorsportfans durchaus bekannt. Der US-Amerikaner absolvierte im vergangenen Jahr in der Viper von Vulkan Racing Mintgen Motorsport einen Gaststart in Assen.

„Rennsport ist ein signifikanter Bestandteil der illustren Historie von Viper, nicht nur wegen Erfolgen auf der Strecke, sondern auch wegen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Straßenwagen. Unsere SRT-Modelle von 2012 sind der Beweis der Lektionen, die wir lernten“, sagt Ralph Gilles, CEO von Street and Racing Technology Brand and Motorsports der Chrysler Group.

Viper schaut auf große Erfolge zurück

Vor mehr als 15 Jahren waren die Schlangen die bestimmende Kraft in der GT-Klasse der ALMS und in Le Mans. Gerade Hugues de Chaunac machte sich mit seinem Oreca-Team für die US-Brummer verdient, indem er 1999 und 2000 den Teamtitel in der GTS-Klasse der ALMS gewann. Zudem konnte Olivier Beretta im französischen Team zwei seiner fünf ALMS-Meisterschaften holen. Auch den Hersteller-Pokal räumte Dodge 2000 ab.

Dazu stellte die Viper einige Rekorde auf. Zwischen 1999 und 2000 konnten die Teams 16 von 20 Rennen gewinnen, davon zwölf in Folge. Dazu kamen die Le-Mans-Siege von 1998 bis 2000. Die erste Viper startete jedoch in der damaligen FIA-GT-Meisterschaft und auch dort gewann das „Raubtier“ drei Rennen in Folge.