GT3-EM: Erster Porsche-Saisonsieg

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Maxime Soulet und Paul van Splunteren heißen die Sieger des zweiten Laufs zur GT3-Europameisterschaft in Le Castellet. Für ihr Team ProSpeed Competition holten sie nach einem durchwachsenen Saisonstart den ersten Sieg in diesem Jahr.

Nachdem beim der Angriff auf den Sieg im gestrigen ersten Lauf auf dem Paul Ricard HTTT noch durch ein Missgeschick beim Boxenstopp vereitelt wurde, machte die ProSpeed-Truppe um Paul van Splunteren und Maxime Soulet heute Nägel mit Köpfen und fuhr den ersten Sieg für die Vorjahres-Teamchampions ein. Zweite wurden nach 27 Runden Gael Lesoudier und Maxime Martin im Team LMP Motorsport Aston Martin vor Enzo Ide und Greg Franchi, die im WRT-Audi das Belcar-lastige Podium perfekt machten.

Der Start des Rennens verlief erneut turbulent und einige Teilnehmer waren gezwungen, die blauen Streifen neben der Strecke zu nutzen. Maxime Martin kam im Aston Martin am besten durch das Getümmel und sicherte sich die Führung. Mike Parisi, der ebenfalls gut gestartet war, setzte den Belgier in den ersten Runden stark unter Druck. In Runde sechs aber war der Kampf für Parisi nach einer Berührung beim Versuch Martin zu überholen vorbei. Sein SLS wurde so stark beschädigt, dass er das Rennen beenden musste.

In der Folge konnte sich Martin leicht absetzen, während hinter ihm ein Kampf um Platz zwei zwischen Maxim Soulet und Dino Lunardi im Sainteloc-Audi R8 entbrannte. Dahinter schoss Aston Martin-Pilot Gregory Guilvert etwas übermütig den Vortages-Sieger Nikolaus Mayr-Melnhof von der Strecke. Für den Reiter-Lamborghini war der Tag damit gelaufen.

Die Topdrei kamen gemeinsam zum obligatorischen Boxenstopp, was den Sainteloc-Audi etwas zurückwarf, da er aufgrund des guten Ergebnisses am Vortag länger in der Box stehen musste. Eine Stop-and-Go-Strafe, weil eben diese Zeit nicht korrekt eingehalten wurde, schmiss die Französische Truppe in der Folge noch weiter zurück.

Nachdem Maxime Soulet den Abstand zum führenden Aston Martin kurz halten konnte, war Paul van Splunteren nach dem Fahrerwechsel in der Lage Gael Lesoudier, der den britischen Sportwagen übernommen hatte, unter Druck zu setzten. In Runde 20 konnte der Niederländer Lesoudier schließlich überholen. Van Splunteren behielt die Führung bis ins Ziel und schenkte so der belgischen Truppe den ersten Saisonerfolg. Hinter dem LMP Motorsport-Aston Martin auf zwei lief schließlich der ebenfalls aus Belgien stammende WRT-Audi mit Enzo Ide und Greg Franchi auf dem verbleibenden Podest-Platz ein.

Für Aufregung sorgten dann noch die beiden Need for Speed Team-Schubert BMW Z4. Hinter der Ziellinie kollidierten die beiden Teamkollegen, nachdem sie das Rennen als Fünfte und Sechste beendet hatten.

Nachdem der DB Motorsport-BMW Z4 mit Vos/Den Boer erneut ohne Punkte blieb, wurde das Klassement in der Meisterschaft ordentlich durch gewürfelt. Neue Führende sind nun Francesco Castellacci und Federico Leo, die im AF Corse-Ferrari mit Platz vier erneut ein gutes Ergebnis einfuhren. Auf Platz zwei folgen Ide/Franchi. Al Faisal/Sandström belegen jetzt Platz drei.