Lime Rock: Lucas Luhr mit Bestzeit

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Nach zwölfwöchiger Le-Mans-Pause nimmt die ALMS als zweite der Le-Mans-Serien ihren Rennbetrieb wieder auf. Im ersten Training zum Northeast Grand Prix im Lime Rock Park setzte Lucas Luhr im Muscle Milk-Aston Martin die erste Bestzeit des Wochenendes, bevor die rote Flagge die Sitzung beendete.

Rund zehn Minuten vor Trainingsende entschloss sich die Rennleitung dazu die Sitzung abzubrechen, nachdem Toni Vilander im Risi-Ferrari 458 Italia und Alex Welch im GMG-Porsche 911 GT3 Cup verunfallten. Das Training wurde nicht neugestartet, womit die schnellste Rundenzeit von Lucas Luhr verbucht werden konnte.

Mit einer Zeit von 47,328 Sekunden umrundete der ehemalige Audi-Werksfahrer den 2,46 Kilometer langen Kurs im US-Bundesstaat Connecticut. Somit hatte er auch die Spitzenposition in der LMP1-Klasse inne, vor den beiden Lola-Prototypen vom Team Dyson Racing. Diese hatten in der Reihenfolge Chris Dyson/Guy Smith und den Neuzugängen Steven Kane/Humaid Al Masaood einen Rückstand von 97 Hundertstel- und sechs Zehntelsekunden.

Durch das Fernbleiben der LMP2-Teilnehmer stellt die LMPC-Klasse die zweitschnellste Prototypen-Kategorie. Die Bestzeit fuhr Jon Field (49,747 Sekunden/Intersport Racing), vor Ricardo Gonzales (CORE Autosport) und Elton Julian (Genoa Racing). Insgesamt gehen in der LMPC sechs Fahrzeuge an den Start, das Doppelte der Teilnehmerzahl der LMP1.

Wie gewohnt ausgeglichen präsentiert sich die GTE-Klasse auch in Lime Rock. Innerhalb von einer Sekunde finden sich sechs GT2-Wagen von vier Herstellern wieder. Diese Fabrikate sind im Einzelnen BMW, Ferrari, Porsche und Corvette. Auch dahinter ist das Feld mit Abständen im Zehntelsekundenbereich geschlossen.

Als Trainingsschnellste machten die BMW dort weiter, wo sie vor der Le-Mans-Pause in Long Beach aufgehört hatten, mit der Doppelführung. Teamintern setzte sich Dirk Müller (51,220 Sekunden) vor Bill Auberlen (51.553 Sekunden) durch. Auf Rang drei folgt der verunfallte Ferrari der Mannschaft Risi Competizione. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jaime Melo absolvierte der Finne Toni Vilander 38 Runden, von denen die schnellste mit 51,813 Sekunden zu Buche steht.

Auf dem Blatt die langsamste Klasse ist die GTC, auch wenn sich im Gesamtklassement noch ein Jaguar und ein Ford GT aus der eigentlich schnelleren GTE-Riege dahinter befinden. Den Gipfel des Zeitentableaus konnte Duncan Ende im TRG-Einheits-Porsche erklimmen.

Das Rennen auslassen werden hingegen die Teams von Krohn Racing aus der GTE und Level 5 Motorsports, die einzigen Vertreter der LMP2-Klasse. Beide Mannschaften sind in den ILMC involviert und weilen daher noch in Europa, da ein Rücktransport innerhalb einer Woche aus dem italienischen Imola zurück in amerikanische Gefilde zu aufwändig und kostenintensiv geworden wäre.