GT3-Sport: Ring Police strebt Neustart nach Insolvenzverfahren an

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Die Ring Police bezeigt sich kämpferisch | © Gruppe C

Die Ring Police hat sich zum eröffneten Insolvenzverfahren geäußert. Demzufolge sei die Geschäftstätigkeit weiterhin „uneingeschränkt im Gange“. Darüber hinaus strebt der Porsche-Rennstall nach der Wiederherstellung der Liquidität die Wiederaufnahme des Rennbetriebs an.

Die Nachrichten der vergangenen Tage haben der Ring Police eine Stellungnahme abgerungen. Daher äußerte sich die Equipe aus Erkelenz in ihrem Instagram-Kanal zum am Montagmittag eingeleiteten Insolvenzverfahren. Demgemäß sei der geschäftliche Betrieb in der Maastrichter Straße nach wie vor „uneingeschränkt im Gange“. Die Mannschaft wende nun ihr Tunlichstes daran, den Rennstall zu revitalisieren.

Daher trage sich die Ring Police mit der Absicht, sich nun „konstruktiv“ mit dem vorläufig bestelltem Insolvenzverwalter abzustimmen und ihm „nach Kräften“ Unterstützung zu gewähren, die vorwaltenden Probleme zu beheben. Einen Dank richtet die Ring Police an all diejenigen, welche „auch in diesen schwierigen Zeiten“ der Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen die Treue halten.

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Während der zurückliegenden Wochen wurde eine Hiobsbotschaft nach der anderen publik, ehe die Vorgänge schlussendlich in der Zahlungsunfähigkeit der Ring Police kulminierten. Zunächst beendete JP Performance die Kooperation mit der Ring Police, sodann löste Geldgeber Elten die Partnerschaft auf. Zuletzt kündigte Stammfahrer Lucas Luhr am letzten Wochenende an, das Porsche-Gespann zu verlassen.

Zu Beginn der Zehnerjahre begab sich der neu gegründete Rennstall daran, Einsätze im Porsche Sports Cup zu stemmen, trat alsbald jedoch auch in der VLN-Langstreckenmeisterschaft und beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an. Außerordentliche mediale Aufmerksamkeit generierte schließlich die Zusammenarbeit zwischen der Ring Police und JP Performance, um mit einem Porsche 911 GT3 R das ADAC GT Masters zu bestreiten.

In der Premieresaison rotierten Luhr und Rennstalleigner Jan-Erik Slooten im Cockpit des Neunelfers. Letztendlich sammelte das Porsche-Tandem allerdings keinen einzigen Zähler. Im vergangenen Jahr erzielte die Ring Police zumindest vierunddreißig Punkte im Teamklassement. Überdies startete das Team beim Ein-Tages-Ausdauerrennen am Ring. Bei dieser Unternehmung leisteten Adrien de Leener und Steve Jans Unterstützung – letztlich gelang der zwölfte Gesamtrang.