Nachtqualifikation: Audi fährt Bestzeit bei Mischbedingungen

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Titelverteidiger Audi hat in der Abendqualifikation zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein Ausrufezeichen gesetzt. Bei Mischbedingungen fuhr Phoenix Racing die Bestzeit, das W Racing Team errang die Plätze drei und vier. Lediglich Marc VDS Racing focht die Führungsrolle der Marke mit den vier Ringen an.

In der Nachtqualifikation zum 24-Stunden-Rennen haben die Audi-Werksmannschaften ein erstes Signal an die Konkurrenz gesandt. Bereiteten zunächst regennasse Streckenverhältnisse Mühe, trocknete der Asphalt auf der Nürburgring-Nordschleife sukzessive ab. In der Schlussphase näherten sich die Rundenzeiten schließlich der Marke von achteinhalb Minuten an, ehe die Titelverteidiger von Phoenix Racing ebendiesen Richtwert unterboten.

Letztlich stoppte die Uhr bei 8:29,806 Minuten, womit Christopher Haase, Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock den ersten Platz im Gesamtklassement für sich reklamierten. Die Markenkollegen des W Racing Teams ordneten sich wiederum an dritter und vierter Stelle ein. Im innerbetrieblichen Wettstreit behielten Nicki Thiim, Christer Jöns, Pierrer Kaffer und Laurens Vanthoor die Oberhand. Der Rückstand betrug lediglich 0,379 Sekunden.

Die Stallgefährten Christopher Mies, Edward Sandström und Nico Müller, denen Vanthoor ebenfalls Unterstützung gewährt, mussten sich ergo mit Platz vier begnügen. Die Differenz zum oberen Ende des Tableaus: 2,574 Sekunden. Einzig Marc VDS Racing begehrte gegen die Vorrangstellung der Marke mit den vier Ringen auf und katapultierte sich im letzten Augenblick auf den Silberrang.

Bentley stößt unter die besten Zehn vor

Zudem maß die Zeitnahme lediglich einen minimalen Abstand zu den Sitzungsschnellsten. Dem BMW-Quartett Maxime Martin, Lucas Luhr, Markus Palttala und Richard Westbrook fehlten nur neunundachtzig Tausendstelsekunden. Die besten Fünf komplettierte Aston Martin. Jonathan Adam, Richie Stanaway, Mathias Lauda und Stefan Mücke lagen lediglich 2,895 Sekunden zurück, nachdem das Prodrive-Ensemble vorübergehend gar die Führungsposition innehatte. 

Im Duell um die achte Position behauptete sich Phoenix Racing gegen Black Falcon: Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und Frank Stippler ließen sich einen Umlauf protokollieren, der 0,175 Sekunden flotter war als der rascheste Durchgang von Yelmer Buurman, Andreas Simonsen, Adam Christodoulou und Bernd Schneider, die damit das beste Resultat der Mercedes-Benz-Sektion erzielten.

Darüber hinaus setzte auch Bentley erste Akzente. Der Konstrukteur aus dem Vereinigten Königreich vollendete die Liste der schnellsten Zehn. Harold Primat, Christopher Brück, Clemens Schmid und Marco Seefried trennten in der Abschlusswertung 10,818 Sekunden von Klassenprimus Audi. Eine weitere Sitzung am morgen Vormittag bietet eine weitere Gelegenheit, sich für das Einzelzeitfahren der besten Dreißig zu qualifizieren.