Estoril: Signatech-Alpine verteidigt ELMS-Titel

58

Signatech-Alpine hat seinen ELMS-Titel verteidigt. Beim Finale in Estoril genügte Paul-Loup Chatin, Oliver Webb und Nelson Panciatici Rang fünf, um die Tabellenführung zu behaupten. Derweil feierte Sébastien Loeb Racing den Tagessieg und trug sich als fünfter Rennstall in diesem Jahr in die Siegerliste ein.

In einem kurzweiligen Finale hat Signatech-Alpine seinen Meistertitel in der Europäischen Le-Mans-Serie verteidigt. Der französischen Equipe genügte letzten Endes ein fünfter Platz in Estoril, um ihre Tabellenführung zu behaupten. Eigentlich dominierten Paul-Loup Chatin, Oliver Webb und Nelson Panciatici den letzten Saisonlauf, doch eine Stop-and-Go-Strafe wegen durchdrehender Reifen beim Boxenstopp drängten das Oreca-Trio ins Hintertreffen.

Den Tagessieg reklamierte wiederum Sébastien Loeb Racing für sich. Somit erstritten Vincente Capillaire und Jimmy Errikson den ersten Saisonerfolg für den französischen Oreca-Rennstall in diesem Jahr. Zugleich bedeutete dieses Resultat: Nach TDS Racing, Jota Sport, Signatech-Alpine und Morand Racing trug sich somit die fünfte Mannschaft im fünften Rennen in die diesjährige Siegerliste des kontinentalen Prototypen-Wettbewerbs ein.

Dank einer konstanten Leistung erklomm Morand Racing schließlich die zweite Podiumsstufe. Beim Zieleinlauf fehlten Christian Klien, Gary Hirsch und Pierre Ragues ungefähr eine halbe Minute auf die Spitzenreiter von Sébastien Loeb Racing. In der Punktewertung belegte das Morgan-Gespann folglich den dritten Platz – mit einem Rückstand von zehn Zählern auf die Truppe von Signatech-Alpine.

SMP Racing erringt zwei GT-Titel

Den Vizetitel sicherte sich dagegen Jota Sport. Das Zyktek-Ensemble Simon Dolan, Harry Tincknell und Lokalmatador Filipe Albuquerque landete schlussendlich trotz Poleposition nur auf dem Bronzerang. Zwar behauptete sich Jota Sport in der Führungsgruppe, aber Dolan büßte aufgrund eines Fahrfehlers und anschließender Bergung Position en masse ein. Letztlich fehlten vier Punkte zum Titelgewinn. Den vierten Rang erzielten derweil die Oreca-Piloten Michel Frey, Franck Mailleux und Patric Niederhauser für Race Performance. 

In der GTE-Wertung trug die Ferrari-Delegation SMP Racing den Klassensieg davon. Andrea Bertolini, Viktor Shaitar und Sergey Zlobin gewannen mit einer Runde Vorsprung auf ihre AF-Corse-Markenkollegen Piergiuseppe Perazzini, Marco Cioci und Michael Lyons. Damit reüssiert SMP Racing auch in der Meisterschaft vor AF Corse. Der Abstand nach dem Saisonabschluss: nur dreieinhalb Punkte. 

Den letzten Podestplatz der GTE-Kategorie ergatterten die Ferrari-Fahrer Daniel McKenzie, George Richardson und Daniel Zampieri von JMW Motorsports. Indes dominierte Gulf Racing mit seinem Zwei-Marken-Aufgebot die Anfangsphase des Wettstreits auf dem Circuito do Estoril, war aber nicht imstande, das Tempo aufrechtzuerhalten. Im internen Zweikampf besiegte die Aston-Martin-Besatzung die Porsche-Stallgefährten.

Den GTC-Wettbewerb entschied Marc VDS Racing zu seinen Gunsten. Die BMW-Gaststarter Bas Leinders, Markus Palttala und Henry Hassid triumphierten über die Ferrari-Abordnung Formula Racing. Am Steuer: Jan Magnussen, Mikkel Mac und Johnny Laursen. Die Ferrari-Mitstreiter Olivier Beretta, David Markozov und Anton Ladygin ketterten auf die unterste Stufe des Siegertreppchens und sicherten SMP Racing einen weiteren Titel.