São Paulo: BMW feiert zweiten Saisonsieg

BMW holte in Brasilien den zweiten Saisonsieg | © DPPI (FIA World Endurance Championship)

Das W Racing Team hat bei den Sechs Stunden von São Paolo den zweiten FIA-WEC-Gesamterfolg gefeiert. Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor behaupteten sich gegen Ferrari und Cadillac. Die Weltmeister warten somit seit nunmehr über einem Jahr auf den nächsten WM-Sieg.

Nach der Niederlage in Le Mans war der Delegation der Bayerischen Motorenwerke in São Paulo zumindest ein weitere Weltmeisterschaftserfolg vergönnt. Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor haben den vierten Saisonlauf der FIA World Endurance Championship gewonnen und holten somit – nach dem Triumph des Schwesterfahrzeugs in Spa-Francorchamps – den zweiten Saisonsieg für das W Racing Team.

Beim Sechs-Stunden-Rennen in Interlagos musste kein einziges Mal das Safety-Car ausrücken; ebenso wenig ordnete die Rennleitung Full Course Yellow an. Daher geriet aufgrund ausbleibender Neutralisationen die Vermeidung von Fehlern zum Schlüsselfaktor, um einen Platz auf den vorderen Rängen zu beanspruchen. Solch ein Null-Fehler-Ritt glückte Magnussen, Marciello und Vanthoor, die somit erstmals die höchste Stufe des Siegertreppchens erklommen.

Indes trat Ferrari als Hauptgegner des BMW-Gespanns in Erscheinung. Obwohl Antonio Giovinazzi, Alessandro Pier Guidi und James Calado bis zum Fallen der Zielflagge den Druck auf die Spitzenreiter hochhielten, musste sich das AF-Corse-Trio letztlich mit der Silbermedaille bescheiden. Somit wartet Ferrari weiterhin seit dem Juni des vergangenen Jahres, als der Konstrukteur aus Maranello in Le Mans den Hattrick feierte, auf seinen nächsten WM-Sieg.

Aston Martin zieht Nutzen aus Kollision zwischen Fuoco und Frijns

Aus der ersten Startreihe losgefahren, belegte die Cadillac-Abordnung des Teams Jota die Plätze drei und vier im Abschlussklassement. Will Stevens und Norman Nato erstiegen die unterste Podeststufe; die Stallgefährten Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jack Aitken wurden Vierte. Dahinter landete die gelbe Ferrari-Besatzung: Robert Kubica, Yifei Ye und Phil Hanson, welcher einen Nutzen aus einer Kollision gezogen hatte, an der ihre Markenkollegen beteiligt waren.

Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen befanden sich an sechster Stelle, als sich Fouco in der Endphase in der Kurvenkombination nach Start-Ziel an dem Fünfplatzierten Robin Frijns vorbei pressen wollte. Allerdings versuchte Letztgenannter, sich zu verteidigen, und stieß mit dem Ferrari-Kontrahenten zusammen, welcher sich infolgedessen drehte und auf den achten Platz zurückfiel.

Frijns, welcher sich das Lenkrad mit René Rast und Sheldon van der Linde teilt, überquerte die Zielllinie anschließend als Sechster, jedoch bürdeten ihm die Sportkommissare eine Fünf-Sekunden-Strafe auf, wodurch die BMW-Truppe auf den achten Rang zurückfiel. Fuoco rückte somit nach vorne auf den siebenten Platz. Von dem Zwischenfall profitierten ebenfalls die Aston-Martin-Piloten Harry Tincknell und Tom Gamble, welche im revidierten Klassement an siebenter Stelle lagen.

TF Sport gewinnt GT3-Klasse

Die zweite Aston-Martin-Besatzung – Alex Riberas und Marco Sørensen – landete auf dem neunten Platz. Die Alpine-Fahrer António Félix da Costa, Charles Milesi und Ferdinand Habsbrug vervollständigten die besten Zehn. Derweil straften die Regelhüter Toyota für den Le-Mans-Triumph ab und versetzten den japanischen Hersteller ins Hinterfeld. Dieser hatte – ebenso wie Peugeot und Genesis – nicht den Hauch einer Chance.

In der GT3-Kategorie machten TF Sport und Corvette das Rennen. Charlie Eastwood, Salih Yoluç und Peter Dempsey feierten im Autódromo José Carlos Pace den Klassensieg. Dahinter ordnete sich das W Racing Team mit seiner BMW-Equipe Dan Harper, Parker Thompson und Anthony McIntosh ein. Den Bronzeplatz erstritten die Porsche-Piloten Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz für Manthey-Racing.

Damit haben die Teilnehmer der Langstreckenweltmeisterschaft – Stand jetzt – die erste Saisonhälfte abgeschlossen. Der nächste Lauf findet am ersten Septemberwochenende auf dem Circuit of The Americas statt; anschließend gastiert die FIA WEC auf dem Fuji International Speedway. Die letzten beiden Saisonrennen finden, sofern der bewaffnete Konflikt im Iran ein Ende findet, in Katar und Bahrain statt.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar