N’ring 24: Manthey-Racing ringt Rowe Racing in wildem Rennen nieder

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Manthey-Racing gewann am Ring | © 1Vier.com

Manthey-Racing hat die 49. Auflage des 24-Stunden-Rennens gewonnen. Matteo Cairoli, Kevin Estre und Michael Christensen gewannen vor Rowe Racing und GetSpeed Performance.

Dieses 24-Stunden-Rennen dürfte allen Beteiligten sehr lange im Gedächtnise bleiben. Der Start zur 49. Auflage wurde durch teilweise wolkenbruchartige Regenfälle geprägt. Danach zog der Nebel auf und es folgte die längste Unterbrechung in der Geschichte des Rennens. Erst um 12 Uhr mittags wurde das Feld wieder losgelassen. Was nun folgte war ein reines Ausscheidungsfahren auf Messers Schneide, bei dem viele Favoriten Federn lassen mussten.

Am besten mit diesen Bedingungen kam Manthey-Racing zurecht. Kevin Estre, Michael Christensen und Matteo Cairoli siegten im Grello Porsche 911 GT3 R. Speziell Estre zeigte ein sehr starkes Rennen. In der Endabrechnung hatte Manthey-Racing einen Vorsprung von 17,364 Sekunden auf Rowe Racing. Sheldon van der Linde, Martin Tomczyk, Connor De Phillippi und Marco Wittmann holten Silber.

Das Podest komplettierte GetSpeed Performance mit einem fulminanten Schlussspurt. Das Trio setzte sich aus Raffaele Marciello, Daniel Juncadella und Maximilian Götz zusammen. Falken Motorsports verpasste das Podest um vier Sekunden. Sven Müller, Alessio Picariello, Klaus Bachler und Martin Ragginger wurden Vierte. Eine Zehntelsekunde weiter hinten kreuzte Car Collection Motorsport die Ziellinie. Nico Müller, Chistopher Haase und Markus Winkelhock saßen auf diesem Auto.

Schubert Motorsport musste mit der sechsten Position vorliebnehmen, nach dem man lange um das Podium kämpfen konnte. Der zweite Werks-Mercedes-AMG von GetSpeed Performance wurde Siebter. Huber Motorsport gewann die Pro-Am-Klasse der SP9 und kam auf Position acht ins Ziel. Die besten Zehn komplettierten Falken Motorsports und 10Q Racing.

Bereits auf den ersten Runden mussten die Top-Nennungen von Lamborghini und Ferrari die Segel streichen. Axcil Jeffries verunfallte sehr früh in der Fuchsröhre und zerstörte durch den Einschlag seine linke hintere Aufhängung. Auch das FFF Racing Team flog nach vier Runden ab. Ebenfalls sehr früh raus um den Gesamtsieg war Octane126. Die Schweizer kämpften mit einem Schaden an der Servolenkung.

Nach drei Stunden war der erste absolute Topfavorit raus. Earl Bamber steuerte die Box von Frikadelli Racing an. Auch hier gab es einen Schaden an der Servolenkung. Als das Fahrzeug wieder rausging, fuhr Bamber einem VT2-Fahrzeug von Adrenalin Racing drauf. Dadurch handelte sich der ehemalige einen Reifenschaden ein, der schlussendlich das Differential zerstörte. Kurze Zeit später versenkte Dries Vanthoor den Werks-Audi von Phoenix Racing im Bereich Metzgesfeld.

Nach diesen Vorkommnissen zog immer dichterer Nebel auf, bis die Rennleitung das Rennen um 21:30 Uhr unterbrochen hat. Diese Zwangspause dauerte bis 12 Uhr mittags an. Darauf folgte ein wahrlicher Sprint zur Zielflagge, bei dem viele weitere Favoriten ins Straucheln gerieten.

Einer davon war einer der Geheimfavoriten. Der private Phoenix-Audi mit der Startnummer elf musste den Restart mit einem Handicap aufnehmen. Denn Nicki Thiim war in einer Code60-Phase zu schnell. Daher bekam der Däne eine Zeitstrafe von 1:32 Minuten. Doch bevor man diese Strafe antreten konnte, war man raus aus Kampf um den Gesamtsieg. Michele Beretta erlitt einen Reifenschaden, als Raffaele Marciello ihm aufs Heck für. Zwei Kruven später in der hohen Acht drehte Marciello ihn um. Zwei Runden später gab es einen weiteren Reifenschaden bei Beretta und den Abflug im Schwalbenschwanz.

Zweieinhalb Stunden vor dem Ende gab es eine Schrecksekunde. Maro Engel kollidierte mit dem Opel Manta in der Hohenrain-Schikane. Der Mercedes-AMG-Pilot schlug sehr heftig in die Streckenbegrenzung ein. Glücklicherweise wurde er nicht verletzt. Nicht viel später war für die Titelverteidiger von Rowe Racing Feierabend. Philipp Eng musste den M6 GT3 mit Leistungsverlust abstellen.

Eine Stunde 42 Minuten vor dem Ende gab es den nächsten Aufreger. Kelvin van der Linde rutschte im Bereich der hohen Acht auf einer Ölspur aus. Der Land-Audi war zu diesem Zeitpunkt auf Podiumskurs unterwegs. Van der Linde riss durch diesen Zwischenfall auch den Porsche von Rutronik Racing aus dem Rennen. Mit neunzig Minuten Restzeit konnte das Haupt Racing Team komplett einpacken, denn Hubert Haupt versenkte den Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer sechs im Klostertal.

Von diesen Zwischenfällen profitierten das BMW Junior Team und Frikadelli Racing, die nach vorne gespühlt wurden. Jedoch verlor Augusto Farfus im Ausgang Kallenhard den Vortrieb und Patrick Pilet knallte ziemlich stumpf auf das Heck des BMW. Für beide Teilnehmer war nahc diesem Zwischenfall das Rennen beendet.