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Michael Zehe, Alexander Roloff und Roland Rehfeld holten den ersten Sieg für den von ROWE Racing eingesetzten Mercedes SLS AMG GT3. Die Truppe profitierte allerdings von einem chaotischen Rennverlauf mit zwei Abbrüchen.

Am letzten Wochenende durften wir eines der spannendsten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring der letzten Jahre erleben. Nahezu alle namhaften Hersteller engagieren sich mittlerweile bei dem Mega-Event in der Eifel. Doch über dem völlig überzogenen Neubau an der Grand-Prix-Strecke ziehen immer dickere Wolken auf.

Der längste Tag des Jahres in der Eifel ist vorüber und Olaf Manthey hat sich als ausgebuffter Stratege und jetzt fünfmaliger Gesamtsieger als Teamchef in die Geschichtsbücher des 24 Stunden Rennens eingetragen. Am Ende standen drei verschiedene Marken auf dem Podium und das Fazit der Protagonisten fällt größtenteils positiv aus.

Es war sein letztes großes Projekt, das letzte große Rennen, bevor Hans-Joachim Stuck von der großen Bühne des internationalen Motorsports abtritt. Zum Abschied erfüllte sich die Motorsport-Koryphäe seinen größten Wunsch, ein Rennen gemeinsam mit seinen beiden Söhnen.

Der fünfte Gesamtsieg ist besiegelt: Das ausgebuffte Manthey-Quartett hielt die BMW-Werksmannschaft im letzten Rennviertel souverän auf Distanz. Ergo schaukelten Luhr, Lieb, Bernhard und Dumas die Führung ins Ziel. Den drittplatzierten Heico-Mercedes erwischte dagegen der Defektteufel, weshalb Phoenix den Bronzerang erbte.

18 Stunden in der Eifel sind vorbei, alle Teilnehmer kämpfen nun mit dem immer noch sehr dichten Verkehr gegen Materialermüdung und gegen das eigene Limit. Es führt der Porsche 911 GT3 RSR mit der Startnummer 18 und den Fahrern Luhr/Lieb/Bernhard/Dumas, eingesetzt vom Nordschleifen-Strategen Olaf Manthey.

Nach exakt zwölf Stunden hat sich das favorisierte Team von Manthey-Racing auf der führenden Position eingenistet. Mit den Verfolgerplätzen müssen sich derzeit Fabrikate von Mercedes, Audi und BMW zufrieden geben. Deren Lage ist jedoch alles andere als aussichtslos.

Höllen-Hetze in der Eifel: Unfälle, Führungswechsel, wackeliges Wetter – der Ring-Klassiker zeigt sich bunt wie eh und je, umkämpfter denn je ist hingegen die Führungsposition. Ferrari, BMW und Porsche werden von Mercedes und Gefolge auf Teufel komm raus in die Dunkelheit forciert.

Der Countdown tickt: Um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird die 39. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, genannt „Grüne Hölle“, mit über 200 Teilnehmer unterschiedlichster Fahrzeugkonzepte starten. Im Folgenden die zehn Besten der beiden Qualifikationstrainings im Überblick.

Pole für das Hankook Team Farnbacher. Auf Platz zwei und drei zeigen die SLS-Teams, dass mit ihnen zurechnen ist. Platz zwei im Qualifying geht an Mamerow, dritter wird der schnellste Black Falcon Mercedes.

Paukenschlag am Ring: Dominik Farnbacher pulverisierte bereits im ersten Qualifikationsdurchgang des Wochenendes die Pole-Rundenzeit des Vorjahres, während die Konkurrenz von Titelverteidiger BMW und Gefolge ihren Angriff auf den morgigen Freitag vertagte.

Wechselhaftes Wetter beim Vorglühen in der Grünen Hölle: Platzhirsch Manthey-Racing schnappte sich auf abtrocknender Strecke die erste Bestzeit des Wochenendes. Dahinter stahlen Mercedes und Audi den Titelverteidigern von BMW die Show.

BMW muss beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife auf einen seiner Top-Fahrer verzichten. Andy Priaulx wurde an der Schilddrüse operiert und wird deshalb beim Langstreckenklassiker und am beim darauf folgenden Wochenende beim ILMC in Imola aussetzten.

Im dritten Jahr der GT3 auf der Nordschleife blasen die großen deutschen Hersteller zur Attacke. Audi, BMW und Porsche schicken offizielle Werksabordnungen in die Grüne Hölle. Mercedes beteiligt sich zwar offiziell nicht werkseitig, schickt aber eine ganze Armada der brandneuen SLS AMG GT3 ins Rennen.

Nachdem die Sieger der ersten vier Läufe BMW Motorsport, Mamerow, Farnbacher und Manthey den letzten Lauf vor dem 24-Stunden-Rennen ausließen, war klar, dass es den fünften Sieger der Saison 2011 geben würde. Mattias Ekström, Timo Scheider und Frank Stippler nutzten im Pkönix Audi R8 die Chance und siegten vor dem Frikadelli-Porsche und einem Manthey-Cup-Porsche.

Der von Porsche „Rennlabor“ getaufte GT3R Hybrid feierte beim 4. VLN-Lauf seinen ersten Rennsieg. Es war außerdem der erste Sieg eines Sportwagens mit einem Energie-Rückgewinnungssystem. Marco Holzer, Patrick Long und Richard Lietz steuerten den Versuchsporsche bei seinem historischen Sieg.

Das Zeittraining zum vierten VLN-Lauf der Saison 2011 wurde bereits vorzeitig nach einem Unfall im Bereich Metzgesfeld beendet, da die Bergungsarbeiten voraussichtlich etwas länger dauern. Durch den Abbruch gab es keinen Schlussspurt auf die Poleposition, dies sicherte dem Pinta Racing-Porsche die beste Ausgangsposition für das Rennen.

Die GT3-Klasse der VLN bekommt beim 4. Lauf am Samstag prominenten Zuwachs. Dörr Motorsport wird einen der beliebten BMW Alpina B6 Brummer einsetzten. Am Steuer wechseln sich Rolf Scheibner, Michael Funke und Jörg Weidinger ab.

Bei der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy siegt nach einem turbulenten Rennverlauft der Farnbacher-Hankook-Ferrari mit Marco Seefried und Jaime Melo knapp vor dem Manthey-Porsche RSR mit Marc Lieb, Timo Bernhard und Arno Klasen und dem BMW M3 GTE mit Jörg Müller, Augusto Farfus und Pedro Lamy.

Durch eine harte Strafe während der ersten Rennhälfte, verhängt von der Rennleitung, ist das Klassement erheblich durcheinandergewürfelt. Nach 18 absolvierten Rennrunden führt demnach der Cup-Porsche von Kai Riemer und Rodney Forbes.

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