ELMS in Barcelona: Forestier Racing by Panis siegt trotz zweier Strafen

Die amtierenden Meister triumphierten beim ELMS-Auftakt in Barcelona | © European Le Mans Series

Die Titelverteidiger haben das Auftaktrennen der Europäischen Le-Mans-Serie in Barcelona gewonnen. Forestier Racing by Panis besiegte Inter Europol Competition trotz zweier Zeitstrafen, welche Oliver Gray, Esteban Masson und Louis Rousset abbüßen mussten.

Das amtierende Meisterteam der Europäischen Le-Mans-Serie – Forestier Racing by Panis – ist siegreich in die neue Saison gestartet. Die Titelverteidiger Oliver Gray und Esteban Masson, denen in diesem Jahr die fahrerische Unterstützung Louis Roussets zuteil wird, gewannen das Vier-Stunden-Rennen von Barcelona. Von der Poleposition gestartet, musste Inter Europol Competition letzten Endes mit der Silberplatzierung vorliebnehmen.

Dabei erbrachte die Mannschaft unter der Ägide Olivier Panis‘ keineswegs eine fehlerfreie Leistung. Während Neuverpflichtung Rousset am Steuer saß, sprach die Rennleitung zwei zehnsekündige Zeitstrafen gegen den Oreca-Rennstall aus – zunächst wegen eines Überholvorgangs außerhalb der Fahrbahnmarkierung, was laut Regelhüter zu einem dauerhaften Vorteil gereichte, alsdann wegen der Missachtung von Anweisungen des Renndirektors.

Dadurch geriet die Truppe von Forestier Racing by Panis vorerst ins Hintertreffen, aber Masson wendete die Partie im Schlussabschnitt des Auftaktrennens wieder zu Gunsten der Titelträger. In einem der letzten Umläufe beförderte sich Masson schließlich an Spitzenreiter Reshad de Gerus vorbei, welcher mit Stallgefährte Bijoy Garg an diesem Wochenende die einzige Zwei-Fahrer-Besatzung bildete.

Das Siegertreppchen vervollständigte indes United Autosports mit Grégoire Saucy, Benjamin Hanley und Peebles Griffin. In der Pro-Am-Wertung trug wiederum Algarve Pro Racing den Sieg beim Eröffnungslauf davon; Michael Jensen, Enzo Trulli und Malthe Jakobsen belegten im Gesamtklassement den achten Rang. An zweiter Pro-Am-Stelle klassierten sich AF-Corse mit Matthieu Vaxivière, François Perrodo und Antonio Fuoco.

Rinaldi Racing gewinnt LMP3-Wertung

In der LMP3-Klasse triumphierte Rinaldi Racing auf dem katalanischen Grand-Prix-Kurs: José Fernandes Cautela, Alvise Rodella und Mikkel Gaarde Pedersen wechselten einander im Ligier-JS-P325-Cockpit ab. Derweil reklamierte Proton Competition in der GT3-Kategorie den Erfolg für sich. Am Lenkrad des Porsche 911 GT3 R LMGT3 drehten Matt Kurzejewski, Tom Sargent und Richard Lietz.

Die Wettfahrt auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hatte tumultuarisch begonnen: Aufgrund einer Karambolage, an der sechs Fahrer – der Klassen LMP2 und LMP3 – beteiligt waren, entschied die Rennleitung, den Wettbewerb mit der roten Flagge zu unterbrechen. Um den verstrichene Zeit ohne Rennbetrieb nachzuholen, hängten die Organisatoren anschließend fünfundzwanzig Minuten zusätzliche Fahrtzeit an die reguläre Veranstaltungsdauer dran.

Nächster Halt im Wettbewerbskalander ist Le Castellet, wo die Europäischen Le-Mans-Serie auf dem Circuit Paul Ricard gastiert. Anschließend steht bereits die Le-Mans-Pause an, ehe die ELMS im Juli weiterzieht nach Imola; in der zweiten Saisonhälfte stehen Spa-Francorchamps, Silverstone und die Algarve auf dem Fahrplan.


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