Bahrain: Toyota feiert Doppelerfolg nach bislang siegloser Saison

Toyota kehrte in Bahrain zurück auf Siegeskurs | © FIA WEC / DPPI

Zum FIA-WEC-Saisonabschluss hat Toyota einen Doppelsieg beim Acht-Stunden-Rennen von Bahrain eingefahren. Nach einem podiumslosen Jahr sicherte sich der japanische Automobilbauer zumindest die Vizemeisterschaft. Den Titel holte dahingegen Ferrari.

Nach einer bislang podiumslosen Saison war der Toyota-Werksmannschaft beim Finale der FIA World Endurance Championship schlussendlich noch ein Erfolg vergönnt. Der Konstrukteur aus Fernost errang beim Acht-Stunden-Rennen auf dem Bahrain International Circuit einen Zweifachtriumph. Die Siegertrophäe streckten – nach einem Start von der Poleposition – Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries empor.

Die Stallgefährten Brendon Hartley, Sébastien Buemi und Ryō Hirakawa belegten beim letzten WM-Lauf den zweiten Platz. Damit gewann Toyota nach zwölf Monaten erstmals wieder ein Rennen, nachdem Gazoo Racing zuletzt bei der Endrunde im vergangenen Jahr den Titel in der Herstellerwertung geholt hatte. Diesen musste der japanische Konstrukteur an diesem Wochenende allerdings an Ferrari abgeben und sich mit der Vizemeisterschaft bescheiden.

Die Roten okkupierten bei der Abschlussbegegnung in der Wüste Arabiens die Plätze drei, vier und fünf. Damit ist Ferrari zum ersten Mal seit dem Jahr 1972 wieder Markenweltmeister im Langstreckensport. Auf die unterste Stufe des Siegertreppchens stiegen Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen; indes wurden die Markenkollegen Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi Vierte, was dem AF-Corse-Trio den Gewinn des Fahrertitels eintrug.

Peugeot mit beiden Besatzungen unter den besten Zehn

Die besten Fünf komplettierte die gelbe Ferrari-Besatzung Robert Kubica, Phil Hanson and Yifei Ye. Demgegenüber ließ die Fahrzeugeinstufung für die Entscheidung auf dem Grand-Prix-Kurs in Sakhir den Mitaspiranten auf den Titelgewinn – Kévin Estre und Laurens Vanthor – nicht den Hauch einer Chance. Das Porsche-Duo kam in Bahrain nicht über den dreizehnten Platz hinaus, blieb somit punktlos und fiel in der Tabelle hinter den anderen Ferrari-Piloten auf den vierten Platz zurück.

Derweil erreichte die Cadillac-Piloten Alex Lynn, Norman Nato und Will Stevens die Zielflagge als Sechste. Dahinter landeten die Aston-Martin-Athleten Alex Riberas, Marco Sørensen und Roman de Angelis, gefolgt von René Rast, Robin Frijns und Sheldon van der Linde, welche für die Bayerischen Motorenwerke und das W Racing Team im Einsatz waren. Peugeot macht die vordersten Zehn komplett – Paul di Resta, Mikkel Jensen und Jean-Éric Vergne vor Loïc Duval, Mikkel Jakobsen und Théo Pourchaire.

In der GT3-Klasse trug die Lexus-Equipe José María López, Clemens Schmid und Răzvan Umbrărescu für das Team Akkodis ASP den Tagessieg davon. Den Titel erfochten dahingegen die Porsche-Kontrahenten Richard Lietz, Ryan Hardwick und Riccardo Pera in Diensten von Manthey-Racing. Den Elferpiloten genügte beim FIA-WEC-Saisonfinale im Orient Klassenrang vier, um die Meisterschaftsführung zu verteidigen.

Nach einer knapp fünfmonatige Winterpause beginnt die nächstjährige Saison der Langstreckenweltmeisterschaf am letzten Märzwochenende auf dem Losail International Circuit. Das Qatar 1812 km bildet neuerlich den Saisonauftakt. Am selben Austragungsort findet zuvor auch der vorsaisonale Prolog statt.


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