Starkregen in Austin: Porsche hat die sieggewohnte Ferrari-Delegation beim FIA-WEC-Rennen auf dem Circuit of The Americas niedergerungen. Peugeot landete derweil auf dem Siegertreppchen und belegte den vierten Rang.
Porsche hat den Sieg bei den Sechs Stunden auf dem Circuit of The Americas errungen. In einem regenreichen Rennen auf dem texanischen Grand-Prix-Kurs bezwangen Kévin Estre, Laurens Vanthoor und Matt Campbell ihre Ferrari-Kontrahenten Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen. Somit erklomm das Penske-Motorsport-Trio beim drittletzten Lauf erstmals in dieser Saison die höchste Stufe des Siegertreppchens.
Angesichts des Starkregens in Texas entschied die Rennleitung den Wettbewerb hinter dem Safety-Car zu beginnen, welches das Teilnehmerfeld solange anführte, bis der Sprit aufgebraucht war. Ein Austausch des Sicherungsfahrzeugs wirbelte wiederum die Reihenfolge durcheinander, da einige Teams währenddessen einen Boxenstopp einlegten, andere Mitstreiter wiederum auf der Strecke blieben. Dieses Durcheinander zog eine Rotunterbrechung nach sich, um die Reihenfolge zu restituieren.
Gleichwohl sah sich die Renndirektion auch nach der Freigabe des Sechs-Stunden-Wettkampfes in Austin mehrmals in die Notwendigkeit versetzt, den Rennbetrieb zu unterbrechen. Insgesamt fünfmal rückte das Safety-Car aus, zweimal ordnete die Rennleitung eine Full-Course-Yellow-Phase an. Erst in der Schlussphase hörten die Niederschläge auf, jedoch blieb der Asphalt großenteils nass.
Peugeot fährt aufs Siegerpodium
Derweil verteidigten Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi ihre Tabellenführung, obwohl sich die Ferrari-Piloten beim Viertelfinale der FIA World Endurance Championship mit dem fünften Platz bescheiden mussten. Allerdings: Die Spitzenreiter befanden sich bei Anbruch des letzten Veranstaltungsdrittels noch in aussichtsreicher Position. Pier Guidi führte das Rennen beim vorletzten Neustart an.
Bei der Wiederaufnahme heftete sich Estre an Pier Guidis Fersen und berührte seinen Widersacher noch hinter dem Safety-Car, wofür die Sportkommissare im Nachhinein eine Verwarnung aussprachen. Beim Durchfahren der ersten Kurve kollidierten die beiden Rivalen erneut, wobei der Ferrari-Athlet sich einen Reifenschaden zuzog und die Führungsposition infolgedessen einbüßte. Diese sVorkommnis sanktionierten die Regelwächter allerdings nicht.
Das Podium komplettierte unterdessen Peugeot. Loïc Duval, Mikkel Jakobsen und Stoffel Vandoorne okkupierten die unterste Stufe des Stockerls. Die Markenkollegen Paul di Resta, Mikkel Jensen und Jean-Éric Vergne erreichten die schwarz-weiß karierte Flagge wiederum an vierter Stelle. Aufgrund eines verkorksten Rennen kamen die Fahrer des gelben Ferrari-Hypersportwagens – Robert Kubica, Yifei Ye und Phil Hanson – nicht über den siebenten Rang hinaus.
United Autosports gewinnt GT3-Klasse
Nach dem Doppeltriumph in Interlagos war Cadillac in Austin nur vierstärkster Konstrukteur. Immerhin belegte das Team Jota die Positionen sechs und acht. Im markeninternen Duell besiegten Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jenson Button ihre Stallgefährten Alex Lynn, Norman Nato und Will Stevens. Das Toyota-Trio Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa rette für Gazoo Racing noch den neunten Platz.
Die GT3-Klasse gewann indessen United Autosports. Sean Gelael, Darren Leung und Marino Salo streckten trotz zweier Durchfahrtsstrafen letzten Endes die Siegertrophäe empor; die McLaren-Besatzung zählte zu denjenigen Rennställen, welche in der Endphase auf Trockenreifen wechselten. Zudem profitierte United Autosports von einer Bestrafung der AF-Corse-Truppe Thomas Flohr, Francesco Castellacci und Davide Rigon, welche damit auf den Bronzerang zurückfiel. Zweite wurden Ahmad Al Harthy, Valentino Rossi und Kelvin van der Linde des W Racing Teams.
Die nächste Saisonrunde der Langstreckenweltmeisterschaft findet am letzten Septemberwochenende auf dem Fuji International Speedway statt. Anschließend steigt im November das Finale auf dem Bahrain International Speedway.


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