Cadillac hat bei den Sechs Stunden von São Paulo seinen ersten Gesamtsieg in der FIA World Endurance Championship errungen. Alex Lynn, Norman Nato und Will Stevens dominierten den fünften Saisonlauf und jubelten letztendlich in der Podestmitte.
Bei den Sechs Stunden von São Paulo hat Cadillac sein langersehnten ersten Gesamtsieg in der FIA World Endurance Championship eingefahren. Obendrein vermochte die GM-Tochter beim Auftakt zur zweiten Saisonhälfte einen Doppelerfolg erringen. Von den Starträngen eins und drei losgefahren, bewegten sich die beiden Team-Jota-Besatzungen in Brasilien – auch dank günstiger Fahrzeugeinstufung – gleichsam in einer eigenen Liga.
Die oberste Podiumsstufe erklommen Alex Lynn, Norman Nato und Will Stevens. Nach dem Start von der Poleposition fiel das Cadillac-Trio zwar vorübergehend wegen einer Durchfahrtsstrafe, welche die Sportkommissare wegen unzulässiger Reifendrücke auferlegt hatten, zurück, jedoch holten Lynn, Nato und Stevens den Rückstand nahezu mühelos bis zur Halbzeit wieder auf. Derweil cruisten Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jenson Button zur Silbermedaille.
Allein Porsche leistete während der ersten Rennhälfte noch Widerpart, schlussendlich mussten sich Jule Andlauer und Michael Christensen aber deutlich geschlagen geben. Beim Zieleinlauf betrug der Rückstand über fünfzig Sekunden. Die Stallgefährten Kévin Estre und Laurens Vanthoor, welche die schwarz-weiß karierte Flagge an vierter Stelle liegend erblickten, handelten sich sogar einen Rundenrückstand ein.
Drittbester Hersteller waren wider Erwarten die Bayerischen Motorenwerke. René Rast, Marco Wittmann und Sheldon van der Linde komplettierten die besten Fünf. Nach den Eingriffen durch die Balance of Performance ebenfalls in der Spitzengruppe: Peugeot. Loïc Duval und Malte Jacobsen wurden Sechste; die Markenkollegen Paul di Resta und Mikkel Jensen belegten Platz sieben.
Indes hatten die Regelhüter nach der Ferrari-Dominanz während der ersten Saisonhälfte interveniert und die Roten deutlich eingebremst. Dennoch kamen Robert Kubica, Ye Yifei und Phil Hanson in Interlagos als Achtplatzierte ins Ziel. Dahinter landeten die Alpine-Piloten Jules Gounon, Frédéric Makowiecki und Mick Schumacher. Proton Competition erreichte mit seinem Porsche-Gespann Neel Jani, Nico Pino und Nico Varrone die Zielflagge an zehnter Position.
In der GT3-Wertung feierte unterdessen Lexus mit dem Akkodis ASP Team seinen ersten Klassensieg in der Langstreckenweltmeisterschaft. Am Lenkrad drehten Răzvan Umbrărescu, José María López und Clemens Schmid. Die nächste FIA-WEC-Saisonrunde findet am ersten Septemberwochenende in auf dem Circuit of The Americas in Austin statt. Anschließend stehen Fuji und Bahrain im Terminkalender.


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