Sebring 1000: Toyota feiert Kantersieg beim Saisonstart

273
Toyota überrundete Ferrari zweimal | © FIA World Endurance Championship

Bei den Tausend von Meilen von Sebring fuhr Toyota in einer eignen Liga. Letztlich feierte die Werksabordnung einen ungefährdeten Doppelsieg. An erster Stelle erreichten Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López das Ziel. Ferrari komplettierte das Stockerl.

Toyota hat beim Tausend-Meilen-Rennen von Sebring einen überlegenen Sieg eingefahren. Die beiden Besatzungen der Werksabordnung aus Japan erbrachten eine gleichsam fehlerfreie Leistung und erzielten einen geradezu mühelosen Doppelerfolg. Beim Zieleinlauf nach Erreichen des Acht-Stunden-Zeitlimits betrug der Abstand zwischen den beiden Gazoo-Racing-Fahrertrios kaum mehr als Zwei Sekunden.

Die Podiumsmitte erstiegen schlussendlich Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, während die Markenkollegen Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa die Silbermedaille erhielten. Lediglich in der Qualifikation zum Saisonauftaktlauf der FIA World Endurance Championship erwuchs Toyota in Ferrari ein ernstlicher Gegner. Antonio Fuoco beförderte sich am Donnerstagabend auf die Poleposition.

Sodann leisteten die Roten in der Frühphase des Langstreckenwettbewerbs in Florida zunächst Widerpart, aber Toyota erlangte alsbald die Kontrolle im Kräftemessen der LMH- und LMDh-Konstrukteure. Zudem zeitigte ein taktisches Manöver Ferraris kein Erfolg, als die Entscheidungsträger am AF-Corse-Kommandostand ihre Piloten während der ersten Full-Course-Yellow-Unterbrechung an die Box beorderten.

Cadillac hält mit Ferrari Schritt

Obendrein unterlief Fuoco bei der Wiederaufnahme des Rennbetriebs ein Fehler, als der Ferrari-Athlet einen GTE-Mitstreiter vor dem Kreuzen vor der Start-Ziel-Linie; dieses Vergehen ahndeten die Regelwächter mit einer Durchfahrtsstrafe. Gleichwohl vermochte Fuoco mit seinen Stallgefährten Miguel Molina und Nicklas Nielsen, das Eröffnungsrennen der Langstreckenweltmeisterschaft an dritter Stelle beendeten.

Der Rückstand auf Klassenprimus Toyota beim Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge: zwei Runden – unzweifelhaft ein Kantersieg für Gazoo Racing. Die Ferrari-Schwesterbesatzung – Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi – entschwand indes im Mittelfeld des Gesamtklassements. Zuerst gab es Probleme bei der Betankung, anschließend kollidierte Pier Guidi im Endabschnitt der Wettfahrt im Überrundungsverkehr.

Eine Achtung gebührenden Auftritt legte Cadillac hin. Nach den Ausrufezeichen beim voraufgehenden WM-Prolog und einer der Hauptverfolger Toyota belegte Earl Bamber, Alex Lynn und Richard Westbrook letzten Endes den vierten Rang. Dahingegen war Porsche nicht konkurrenzfähig; Penske-Motorsport-Gespanne überquerten den Zielstrich mit vier Runden Rückstand – Dane Cameron, Michael Christensen und Frédéric Makowiecki als Fünfte vor Kévin Estre, André Lotterer und Laurens Vanthoor als Sechste.

Team Jota gewinnt LMP2-Klasse

Peugeot widerfuhr beim Eröffnungsrennen auf dem Sebring International Raceway ein Desaster. Loïc Duval, Gustavo Menezes und Nico Müller fielen nach der ersten Wettbewerbshälfte aus, Paul di Resta, Mikkel Jensen und Jean-Éric Vergne wurden Gesamtletzte. Das Vanwall Racing Team belegte mit Tom Dillmann, Jacques Villeneuve und Esteban Guerrieri nach mehreren Zwischenfällen den vorletzten Platz in der Gesamtwertung.

Die Scuderia Cameron Glickenhaus geriet bereits in der Startphase in technische Probleme. Romain Dumas, Ryan Briscoe und Olivier Pla mussten nach zweiundsechzig Umläufen aufgeben. In der LMP2-Klasse errang das Team Jota mit Yifei Ye, Will Stevens and David Beckmann die Siegertrophäe. Die GTE-Am-Kategorie gewann Corvette Racing mit Ben Keating, Nick Catsburg und Nicolas Varrone.

Der nächste Wertungslauf der FIA World Endurance Championship findet am dritten Aprilwochenende an der Algarve. Anschließend gastiert die Langstreckenweltmeisterschaft zur Le-Mans-Generalprobe in Spa-Francorchamps. Der Saisonhöhepunkt auf dem Cirucit de la Sarthe findet am zweiten Juniwochenden statt.