Daytona: Meyer Shank Racing gelingt erster DPi-Sieg, Porsche gewinnt erstes GTD-Pro-Rennen

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Meyer Shank Racing holt den langersehnten ersten DPi-Erfolg | © IMSA

Meyer Shank Racing hat die 60. Auflage der 24 Stunden von Daytona für sich entschieden. Für die Acura-Truppe war es der erste DPi-Triumph und der zweite Gesamtsieg in Florida. Unterdessen gingen beide Klassensiege der GT-Klassen an Porsche.

Acura hat seinen Titel bei den 24 Stunden von Daytona verteidigt. Doch nicht die Seriensieger aus dem Hause Wayne Taylor Racing haben sich die berühmten Rolex-Uhren gesichert, sondern Meyer Shank Racing kreuzte als Gesamtsieger die Ziellinie. Tom Blomqvist, Oliver Jarvis, Simon Pagenaud und allen voran Helio Castroneves sorgten für den zweiten Erfolg in Florida. Der Brasilianer Castroneves verteidigte souverän seine Spitzenposition, als dreißig Minuten vor dem Rennende die letzte Safetycar-Phase aufgehoben wurde.

„Es klingt kitschig, aber wenn man an sich glaubt, ist alles möglich. Ich glaube an dieses Team und das Team glaubt an mich. Und dann kommt dieses Ergebnis dabei raus. Alle im Team wollten und glaubten an den Sieg“, erklärte amtierende Indy-500-Sieger im Interview bei IMSA.tv.

„Jeder bei Meyer Shank Racing hat einen fantastischen Job gemacht. Vor meinem letzten Stint habe ich zu Michael Shank gesagt, lass mich den Schlussstint fahren, dann fahre ich uns den Sieg heim. Und dies habe ich dann getan“, resümiert der 46-Jährige. „Selbst in meinem Alter kann man noch Dinge dazu lernen und ich lerne immer noch jeden Tag. Mein Fahrstil wird immer besser und ich kann immer mehr pushen.“

Mit dem zweiten Platz musste sich Wayne Taylor Racing begnügen. Für die Mannen von Wayne Taylor hätte es der vierte Gesamtsieg in Folge sein können, jedoch fehlten 3,028 Sekunden in der Endabrechnung. Das Podest rundete JDC-Miller Motorsports ab. Ben Keating, Loic Duval, Richard Westbrook und Tristan Vautier waren die besten Cadillac-Kutscher. Die amtierenden Meister von Action Express Racing kamen nicht über den vierten Platz hinaus. Pipo Derani, Mike Conway und Tristan Nunez fuhren den rot-weißen Cadillac DPi.

Ein rabenschwarzes Rennen erwischte dagegen Chip Ganassi Racing. Die ehemalige Ford-Werksmannschaft trat mit hohen Ambitionen an und meldete sogar einen zweiten Caddy für dieses Jahr. Doch bereits vor der Rennhalbzeit hatten beiden Prototypen keine Chance mehr auf den Sieg. Der Caddy von unter anderem Sebastien Bourdais wurde von einem Kühlerproblem zurückgeworfen. Beim Schwesterfahrzeug musste gleich zweimal die Benzinpumpe getauscht werden.

Auch das All-Star-Lineup von Action Express Racing hatte kein perfektes Rennen. Bereits nach dreizehn Stunden hatte man ein Defizit von zwanzig Runden, da Jimmie Johnson einen Fremdkontakt mit einem GT-Fahrzeug hatte.

Ähnlich eng wie in der DPi-Klasse ging es bei den LMP2-Prototypen zu. DragonSpeed war das siegreiche Team. Eric Lux, Devlin Defrancesco, Colton Herta und Pato O’Ward bildenten hier das siegreiche Aufgebot. Das Racing Team Nederland und Tower Motorsport rundeten das Podest ab. In der LMP3-Wertung ging der Sieg an Riley Motorsports, die mit Rundenvorsprung vor Sean Creech Motorsport ins Ziel kamen.