Langstrecken-WM: DragonSpeed plant Hypercar-Einstieg mit altem LMP1

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DragonSpeed spielt mit dem Gedanken seinen BR01 in der Hypercar-Klasse einzusetzen | © FIA WEC

Womöglich tritt neben Alpine eine weitere Mannschaft mit einem alten LMP1 in der Hypercar-Klasse an. DragonSpeed könnte für 2022 seinen BR01 Gibson aus der Garage holen.

Vor Kurzem hat der ACO beschlossen, dass auch 2022 die altgedienten LMP1-Fahrzeuge in der Hypercar-Klasse starten dürfen. Daraufhin hat Alpine bereits bestätigt seine A480 Gibson an den Start zu bringen. Die Sportmarke von Renault will die komplette Saison der Langstrecken-WM mit einem unveränderten Aufgebot bestreiten.

Nun kommt offenbar eine zweite LMP1-Mannschaft dazu. Denn DragonSpeed evaluiert derzeit einen Einsatz des BR Engineering BR01 Gibson, welchen die Truppe von Elton Julian in der Superseason 2018-2019 eingesetzt hatte.

„Es ist wohl angedacht die LMP2-Klasse weiter einzubremsen, daher haben wir nie die Idee verworfen etwas mit unserem LMP1-Wagen zu machen. Unser BR01 ist nun ungefähr acht Sekunden in Le Mans schneller als die Hypercars“, erklärte Julian im Interview bei Sportscar365. „In der Vergangenheit herrschte die Einstellung Ihr könnt uns nicht kriegen – und wir konnten sie nicht kriegen. Doch nun sind wir deutlich schneller. Dennoch haben wir keine Sicherheit, ob wir auf Augenhöhe mitfahren können. Wenn diese Frage positiv beantwortet werden kann, können wir unser Bestreben weiter voran treiben.“

„Wir als DragonSpeed wollen wieder in der Topklasse fahren. Wir haben noch das notwendige Equipment. Jedoch würde uns alleine die neue Homologation knapp 500.000 € kosten – ohne eine Änderung am Auto vorgenommen zu haben“, führte Julian fort.

Besonders bei der 2019er-Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans konnte SMP Racing eindrucksvoll die Leistung des BR01 aufzeigen. Michail Aljoschin, Witali Petrow und Stoffel Vandoorne holten für den russischen Rennstall den Bronzerang. In der Qualifikation fuhr man eine Zeit von 3:16.159 Minuten. Das Defizit auf den besten Toyota TS050 Hybrid betrug lediglich sechs Zehntelsekunden.