GTWC: Vanthoor und Weerts gewinnen vorzeitig den Titel im Sprint-Cup

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Erster Titel der Saison für das Team WRT | © Patrick Hecq

Charles Weerts und Dries Vanthoor erlebten beim Sprint-Cup der GT World Challenge Europe in Brands Hatch ein fast perfektes Wochenende. Mit den Plätzen eins und zwei fuhren sie vorzeitig zur Titelverteidigung. AKKA-ASP erlebte dagegen ein Wochenende zum Vergessen.

Schon während des vierten Sprint-Cup-Wochenendes der GT World Challenge Europe in Brands Hatch konnten Dries Vanthoor und Charles Weerts vorzeitig den Meisterschaftstitel gewinnen. Keiner der Kontrahenten hat noch rechnerische Chancen auf den Titel beim Saisonfinale in Valencia. Für die Audi-Piloten vom Team WRT ist es gleichzeitig die Titelverteidigung auf der Kurzstrecke. Ausschlaggebend waren ein Sieg und zweiter Platz bei der Rückkehr der SRO-Serie auf die britische Insel.

Das erste Rennen wurde auf einer dramatischen vorletzten Runde entschieden. Ollie Wilkinson im McLaren 720S GT3 von Jota, Raffaele Marciello im Mercedes-AMG GT3 Evo von AKKA-ASP und Vanthoor befanden sich im Dreikampf um den Rennsieg. Im kurvigen hinteren Teil der Strecke setzte Wilkinson zum Angriff auf Marciello an. Gleichzeitig mussten alle drei Führenden Giorgio Roda im Ferrari 488 GT3 Evo von Sky-Tempesta Racing überrunden, welcher im Silver-Cup startet.

Dabei kam es zur Berührung zwischen Wilkinson und Marciello. Wilkinsons McLaren bog daraufhin nach links in die Streckenbegrenzung ab, wurde dabei ausgehebelt und über die Reifenstapel an den Waldrand befördert. Wilkinson konnte jedoch selbstständig aus dem Auto aussteigen. Das Wochenende war für ihn, Teamkollege Ben Barnicoat und das Jota-Team damit beendet.

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Marciello beendete das Rennen während der folgenden Safety-Car-Phase zwar auf Platz eins, bekam für die Kollision allerdings eine 40-Sekunden-Strafe. Damit gewannen Vanthoor und Weerts den ersten Lauf auf dem Weg zum Titel. Platz zwei holten Luca Stolz und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 Evo von Toksport WRT vor Ryuichiro Tomita und Frank Bird in einem weiteren Audi R8 LMS Evo vom Team WRT.

Auch im zweiten Lauf waren AKKA-ASP und das Team WRT in den Kampf um den Sieg verwickelt, dazu befand sich auch Toksport WRT in Schlagdistanz. Timur Boguslawski ging, wie schon sein Teamkollege Marciello im ersten Lauf, als Führender auf die letzte Runde. Allerdings beendete ein Reifenschaden vorne rechts die Titelhoffnungen für die russisch-italienische Besatzung.

Stolz zog am Markenkollegen vorbei und fuhr gemeinsam mit Engel zum zweiten Sieg für Toksport WRT in der GT World Challenge. Dahinter fuhren Vanthoor und Weerts zum Meisterschaftstitel. Rang drei holten Petru Umbrarescu und Jules Gounon mit einem Mercedes-AMG GT3 Evo von AKKA-ASP.