Le Mans: Holt Toyota das Quadrupel?

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Alpine fordert Toyota heraus | © FIA WEC

Alpine ist der Hauptrivale Toyotas

Wer kann indes Toyota an der Fortführung seiner Erfolgsreihe hindern? Hauptwidersacher ist höchstwahrscheinlich Alpine mit seinem grandfathered LMP1-Prototyp A480 mit Gibson-Motorisierung. André Negrão, Nicolas Lapierre und Matthieu Vaxivière pilotieren einen rekonfigurierten Rebellion R13, sich mit der Hoffnung tragend, einen Achtungserfolg bei der Kraftprobe in Le Mans zu erringen.

Obgleich Alpine bei den bisherigen WM-Läufen in Spa-Francorchamps, an der Algarve und in Monza daranging, Druck auf Toyota auszuüben und den hochhaushohen Favoriten in Bredouille zu bringen, gereicht die überarbeite Einstufung der Balance of Performance dem Hersteller aus Dieppe zum Nachteil. Denn die Regelhütern verminderten die pro Runde zur Verfügung stehende Energiemenge auf 844 Megajoule – anstatt der vormaligen 918 Megajoule.

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Und die Scuderia Cameron Glickenhaus? Im königlichen Park Monzas stemmte der amerikanisch-italienische Rennstall seinen ersten Hypersportwagendoppeleinsatz. Auf dem lombardischen Hochgeschwindigkeitskurs belegten Dumas, Franck Mailleux und Richard Westbrook schlussendlich den vierten Rang. Die Teamkollegen Luís Felipe „Pipo“ Derani, Gustavo Menezes und Olivier Pla erreichten das Ziel dahingegen nicht.

Ein LMP2-Coup?

Das Hypercar-Projekt der Scuderia Cameron Glickenhaus, sofern das Programm die diesjährige Saison überdauert, befindet sich noch in der Frühphase. Daher muss das Team mit Unwägbarkeiten und unerwarteten Dazwischenkünften fertigwerden. Folglich misst die SCG-Mannschaft dem Erreichen der schwarz-weiß karierten Flagge vorrangige Priorität bei. Ein Podestergebnis wäre angesichts der bärenstarken LMP2-Konkurrenz ein staunenerregendes Resultat.

Apropos LMP2: Beim Prolog im Ardenner Wald versetzten die LMP2-Mitstreiter die Oberklasse in Konsternation, als die kleinen Prototypen sich am oberen Ende des Klassements einordneten, ehe Toyota die Hierarchie zumindest in der Dienstagswertung korrigierte. Ist ein ähnliches Szenario beim vierundzwanzigstündigen Wettstreit in Le Mans möglich, weil die Hypersportwagen kränkeln? Die Vermutung liegt nicht fern.