Le Mans: Führt Quantität oder Qualität zum GTE-Pro-Sieg?

439

Nach einem Jahr Pause kehrt Corvette wieder nach Le Mans zurück. Damit findet das Debüt der C8.R erst mit einem Jahr Verspätung statt. Angeführt wird das Aufgebot durch die IMSA-Tabellenführer Antonio García und Jordan Taylor. Unterstützt werden diese durch BMW-Leihgabe Nicky Catsburg. Taylor und García haben bereits vier Saisonsiege auf der Habenseite. Unter anderem gewannen sie mit Catsburg den Saisonauftakt in Daytona.

Platz zwei in der IMSA-Tabelle bekleiden Tommy Milner und Nick Tandy. Beide werden in Le Mans von einem weiteren BMW-Piloten unterstützt: Alexander Sims. Milner und Tandy haben erst ein Rennen gewinnen können. Den Corvette-Teams sollte das verspätete Debüt der C8.R jedoch entgegenkommen, da das Auto nun mit mehr Entwicklungszeit besser ausgereift ist. Der letzte Corvette-Sieg datiert bereits aus dem Jahr 2015. Damals am Steuer: Oliver Gavin, Tommy Milner und Jordan Taylor.

Der dritte Hersteller im Bunde ist Ferrari mit ebenfalls zwei Fahrzeugen. Die Roten werden wie immer vertreten von AF Corse. Im vergangenen Jahr reichte es für James Calado, Alessandro Pier Guidi und Daniel Serra nur zu Rang zwei. Damit konnten sie ihren Sieg aus dem Jahr 2019 nicht verteidigen.

- Anzeige -

Dennoch kommt Pier Guidi in Höchstform nach Le Mans. Mit einem überragenden Überholmanöver auf der Außenseite von Blanchimont gegen Audi-Ass Dries Vanthoor sicherte er sich im Regen den Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps vor zwei Wochen. Ebenfalls Teil der siegreichen Crew war Côme Ledogar, mit dem sich der Italiener in Le Mans erneut das Auto teilen wird. Dritter Pilot ist James Calado. Calado und Pier Guidi konnten bereits einen WEC-Saisonsieg in Portimao feiern und liegen damit in der Tabelle an zweiter Stelle.

Serra hingegen ist ins Aufgebot des zweiten Autos gerückt. Dort teilt er sich die Lenkradarbeit mit Sam Bird und Miguel Molina. Gemeinsam mit Molina bestreitet er auch die komplette WEC-Saison. Bisher gelangen dem Duo zwei Podestplätze in Spa und Portimao. Bird ist hingegen ins Aufgebot gerückt, nachdem Davide Rigon weiterhin verletzt ausfällt. Rigon war in den schweren Unfall bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps verwickelt.