Tipp der Redaktion: Wer gewinnt die 49. Auflage des 24-Stunden-Rennens?

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Rowe Racing hat große Chancen den Titel zu verteidigen | © 1VIER.com

Aufgrund der hohen Anzahl von Topnennungen fällt der Tipp auf den Gesamtsieger schwer. Allerdings lässt sich innerhalb der Redaktion von SportsCar-Info eine Tendenz zu Rowe Racing erkennen.

Maximilian Graf: Nur neun Monate nach dem letztjährigen Aufeinandertreffen treten die süddeutschen GT3-Hersteller erneut zur vierundzwanzigstündigen Langstreckenprobe in der Vulkaneifel an, um die Vorrangstellung am Fuße der Nürburg auszufechten. Nach den Terminverschiebungen wegen der Corona-Pandemie findet die Wettfahrt in dieser Saison nicht nur wieder im Frühling statt, sondern auch mit begrenzter Zuschauerzahl.

Wer geht als Favorit ins Rennen? Seit den Nullerjahren des anbrechenden Jahrtausends vermochte bislang keine Mannschaft, ihren Titel am Ring zu verteidigen. Aber: Nachdem die Bayerischen Motorenwerke im letzten Jahr, endlich den ersten SP9-Triumph davontrugen, glückt an diesem Wochenende der abermalige Erfolg. Rowe Racing erklimmt mit Nicky Catsburg, Nick Yelloly, John Edwards und Philipp Eng die höchste Stufe des Siegertreppchens.

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Hinsichtlich der Favoritenfrage ist ein Gutteil auch stets der Antwort zugeneigt, Manthey-Racing Chancen auf den Gesamtsieg einzuräumen. Gleichwohl: Matteo Cairoli, Michael Christensen, Kévin Estre und Lars Kern überqueren die Ziellinie nur als zweite Sieger. Und der Geheimtipp: Octane 126. Das Ferrari-Gespann Björn Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig könnte einen Überraschungscoup landen.

Ralf Kieven: Mein Tipp bei der diesjährigen Ausgabe des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife geht an ROWE Racing. Zugegeben – Ich hege eine gewisse Sympathie für die Titelverteidiger und ihre Situation. Weil BMW keine Sechser mehr im Angebot hat, wurde kurzerhand der konservierte Siegerwagen des vergangenen Jahres aus dem Museum geholt, neu Foliert und frisch mit der Startnummer eins versehen für das Rennen vorbereitet.

Über die Besatzung des Sechsers mit Nicky Catsburg, John Edwards, Philipp Eng und Nick Yelloly müssen wir nicht weiterreden. ROWE hat alle Zutaten beisammen, um den Sieg vom Vorjahr beim Eifelklassiker zu verteidigen, nachdem dies zwölf Jahre niemandem mehr gelang.

Die ärgsten Herausforderer kommen aus dem Hause Audi. Neben den starken Besatzungen von Land Motorsport und Car Collection sticht hier die Mannschaft von Phoenix Racing hervor. In der Nummer fünf der Lokalmatadoren teilen sich Frank Stippler, Dries Vanthoor, Mattia Drudi und Robin Frijns die Lenkarbeit. Hier kommt genau die richtige Mischung aus Tempo und Routine beisammen, die beim Eifelklassiker zum Erfolg führen könnte.

Mein Geheimtipp fährt Porsche. Rutronik hat kurz vor dem Rennen den Stammfahrer Tristan Viidas durch Laurens Vanthoor aus dem Porsche-Werksfahrer-Regal ersetzt. Der Belgier wechselt sich im Cockpit mit Julien Andlauer, dem Routinier Romain Dumas sowie dem Nordschleifen-Talent Tobias Müller ab. Dass der Porsche GT3R heuer auf Augenhöhe operiert, hat zudem die Frikadelli-Mannschaft mit ihrem Sieg beim Qualifikationsrennen bewiesen.