N’ring 24: Die Ankömmlinge

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#704 | Scuderia Cameron Glickenhaus | SCG 004C

James Glickenhaus ist mitnichten publikumsscheu, lässt keine Gelegenheit aus, die Öffentlichkeit über den Entwicklungsstand seiner Projekte ins Bild zu setzen. Obendrein hat der Rennstallchef sich inzwischen eine Mehrfachbelastung aufgebürdet: Die Scuderia Cameron Glickenhaus ist nicht nur regelmäßig in der Vulkaneifel zugegen, um sich auf der Nordschleife als Außenseiterin mit den favorisierten Herstellern zu messen, sondern nimmt nun auch an der Langstrecken-WM teil.

Verzögerungen bei den Hypercar-Vorbereitungen pressten der SCG-Mannschaft zuletzt die Entscheidung ab, auf eine Teilnahme beim Auftakt der FIA World Endurance Championship in Spa-Francorchamps zu verzichten, beim Debüt in Monza geht nur einer der beiden Hypersportwagen an den Start. Zudem hat die Scuderia Cameron Glickenhaus ihren Start am Fuji und in Sakhir abgesagt.

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Indes betonte Glickenhaus, dann – und nur dann – auf der Nürburgring-Nordschleife anzutreten, wenn Zuschauer anwesend sind. Wäre die nordamerikanisch-italienische Equipe von diesem Vorhaben nicht abgerückt, hätte das Team keine Möglichkeit zu Prüffahrten unter Wettbewerbsgegebenheiten gehabt. Daher nahm die Scuderia Cameron Glickenhaus am dritten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft und dem Qualifikationsrennen teil.

Die herausgefahrenen Resultate machten offenbar: Einen Favoritenstatus beansprucht das SCG-Gespann nicht. Beim ADAC-ACAS-Cup qualifizierten sich Thomas Mutsch, Franck Mailleux und Felipe Fernández Laser nur für Startrang zweiundvierzig, beendeten den VLN-Lauf an einundzwanzigster Stelle. Beim Qualifikationsrennen ging das Trio von Platz dreiunddreißig ins Rennen, überquerte die Ziellinie auf Position vierundzwanzig. Ungeachtet der Verbesserungen dürfte die SCG einer Zielankunft Priorität einräumen. (Maximilian Graf)