Hockenheim 12: T2 Racing setzt sich gegen Scuderia Praha durch

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T2 Racing besiegte dei Scuderia Praha in Hockenheim | © Daniel Stauche

Bei den Zwölf Stunden auf dem Hockenheimring hat T2 Racing den Gesamtsieg davongetragen. Demgegenüber musste die Scuderia Praha mit Platz zwei vorliebnehmen. Die Vorentscheidung fiel bei einer Code-60-Unterbrechung während der Schlussphase.

T2 Racing hat das Zwölf-Stunden-Rennen auf dem Hockenheimring gewonnen. Damit errang das Porsche-Team aus der Schweiz seinen ersten Sieg in der 24-Stunden-Serie. Nach dem Vollenden der zweiten, fünfeinhalbstündigen Etappe am Sonntag kreuzte das dreiköpfige Fahrergespann Pieder Decurtins, Manuel Lauck und Marc Basseng den Zielstrich mit dreiundfünfzig Sekunden Vorsprung auf die Scuderia Praha.

Folglich mussten sich Matúš Výboh, Josef Král und Dennis Waszek nach der vorläufigen Führung am Samstagabend letzten Endes mit der Silbermedaille bescheiden. Bereits bei der Wiederaufnahme des halbtägigen Wettstreits machte sich T2 Racing umgehend daran, die Spitzenposition zu erstürmen. Allerdings leistete die Scuderia Praha Widerpart, beförderte sich mehrfach zurück auf den ersten Platz.

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Wegen der unterschiedlichen Strategien verschob sich die Reihenfolge mit Fortdauer des zwölfstündigen Wettbewerbs mehrmals. Entscheidungsbringend war allerdings eine Code-60-Unterbrechung, welche die Renndirektion ungefähr eine Stunde vor dem Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge verhängte. T2 Racing war dadurch imstande, seinen allerletzten Boxenstopp zu einem geeigneten Zeitpunkt durchzuführen.

Marc Basseng: „Absolut unfassbar“

Zu Anfang befand sich darüber hinaus auch Leipert Motorsport noch im selben Umlauf wie T2 Racing und die Scuderia Praha. Allerdings gerieten die Lamborghini-Athleten Brendon Leitch, Tyler Cooke, Fidel Leib und Seb Morris beim vorletzten Boxenstopp in Hintertrab; bei der Zieleinfahrt – an dritter Stelle – betrug der Rückstand zur siegreichen Porsche-Equipe darum zwei Runden.

„Absolut unfassbar“, jubelte Marc Basseng nach dem Rennen bei Radio Le Mans. „Es ist erst unser zweites Rennen mit diesem Team und dem neuen Auto, und schon jetzt haben wir gewonnen. Es war sehr schwierig, eine große Herausforderung, aber unsere Strategie war absolut perfekt, und wir haben keine Fehler gemacht. Klar, wir hatten wohl auch etwas Glück, aber das ist, was man braucht, um ein Rennen wie dieses zu gewinnen.“

Platz vier belegte CP Racing. Beim Überqueren der Ziellinie verzeichneten die Mercedes-AMG-Piloten Charles Putman, Charles Espenlaub, Joe Foster und Shane Lewis einen ungefähr einminütigen Rückstand auf die vorausfahrende Mannschaft von Leipert Motorsport. Die besten Fünf komplettierte Rutronik Racing mit seiner Audi-Besatzung Michael Doppelmayr, Pierre Kaffer, Elia Erhart und Swen Herberger.

ProSport Racing gewinnt GT4-Wertung

Unterdessen triumphierte Bas Koeten Racing in der 991-Wertung. Marcel van Berlo, Glenn van Berlo und Bart van Helden beendeten die zwölfstündige Wettfahrt im Badischen Motodrom an gesamtachter Stelle. Die GTX-Division entschied 9und11 Racing zu seinen Gunsten. Tim Scheerbarth, Georg Goder, Ralf Oehme und Martin Schlüter pilotierten den Porsche 911 GT3 Cup MR.

In der GT4-Klasse schnitt hinwiederum ProSport Racing am besten ab. Im Aston Martin Vantage AMR GT4 lösten Nicolas Verdonck, Rodrigue Gillion und Kurt Hensen einander ab. Die TCR-Klasse gewann indessen Wolf Power Racing bei den Zwölf Stunden von Hockenheim; im Volkswagen Golf GTi TCR DSG drehten Constantin Kletzer, Jasmin Preisig und Emil Heyerdahl am Lenkrad.

CWS Engineering erfocht mit seiner Ginetta G55 derweil den TCX-Goldpokal. Colin White und Jean-François Brunot verrichteten als Duo die Arbeit im Cockpit. Die nächste Saisonrunde der 24-Stunden-Serie findet am dritten Juliwochenende im Autódromo Internacional do Algarve statt. Anschließend gastiert die Creventic-Meisterschaft am ersten Septemberwochenende in Barcelona. Beide Läufe erstrecken sich über die Vierundzwanzig-Stunden-Distanz.