GTWC: GPX Racing spannt mit ART Grand Prix zusammen

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ART Grand Prix wird den Einsatz des GPX-Porsche übernehmen | © Patrick Hecq

In der kommenden Saison wird GPX Racing in Kollaboration mit ART Grand Prix in der GT World Challenge Europe antreten. Am Steuer des Porsche 911 GT3 R werden sich Matt Campbell, Mathieu Jaminet und Earl Bamber abwechseln.

Dass GPX Racing eine der besten Mannschaften in der GT World Challenge Europe stellt, ist wohl wenig umstritten. In Rekordzeit hat sich die Mannschaft, die unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate antritt, zu einem der wichtigsten Porsche-Teams entwickelt. Schon im ersten Anlauf 2019 gelang der Triumph bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Im zweiten Jahr folgte dann der Angriff mit zwei Pro-Autos auf den Meistertitel. Am Ende fehlten Matt Campbell, Mathieu Jaminet und Patrick Pilet 14 Punkte.

Diese Ergebnisse sollten Teamchef Pierre-Brice Mena also wenig Anlass zur Sorge geben. Und doch lautet die Überschrift der heute versandten Pressemeldung übersetzt: „Manchmal muss man wissen, wann man ein Siegerteam ändern muss.“ Damit bezieht er sich auch auf die Fahrerbesatzung, jedoch hauptsächlich auf den operativen Teil.

Bislang steckte das spanische Unternehmen Monlau Competición hinter den Einsätzen der Porsche 911 GT3 R. Der letzte Erfolg auf der Ergebnisliste der spanisch-arabischen Kombo ist der Titelgewinn in der GT3-Klasse der Asian Le Mans Series. Dieser soll jedoch vorerst der letzte bleiben.

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Für die kommende Saison in der GT World Challenge Europe und der 24H Series wird ein neuer Partner den operativen Teil übernehmen. Dafür hat Mena keine geringeren als ART Grand Prix angeheuert. Gegründet von Nicolas Todt und dem heutigen Sauber-Motorsport-CEO Frédéric Vasseur hat sich ART hauptsächlich in den Formel-1-Nachwuchsklassen einen Namen gemacht. Allerdings betreute die Mannschaft von Teamchef Sébastien Philippe zuletzt auch den LMP1-Einsatz von SMP Racing in der WEC und den BMW M4 DTM von Robert Kubica.

Aber auch die GT World Challenge ist für ART Grand Prix nicht unbekannt. In den Jahren 2012 bis 2014 war die Truppe dort mit McLaren unterwegs. Die Entscheidung für den Wechsel zur ART sei ein Ergebnis der neuen Strategie so Mena. Dafür brauche er einen Partner, der noch mehr in den höchsten Ebenen des Motorsports beheimatet ist.

Im gleichen Zuge benannte GPX Racing die Besatzung für das erste Auto. Diese ähnelt größtenteils jener aus dem vergangenen Jahr. Jaminet und Campbell werden erneut im Cockpit des Porsche sitzen. Den dritten Platz wird jedoch statt Pilet der ehemalige Werksfahrer Earl Bamber einnehmen.