Daytona: Wer sind die Favoriten beim Saisonauftakt der IMSA?

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Siegt Cadillac erneut? | © IMSA

DPi: Baut Cadillac seine Siegesserie aus?

Seit die DPi-Klasse die Top-Kategorie der IMSA SportsCar Championship bildet, wurden in Daytona vier 24-Stunden-Rennen gefahren. Viermal krönte sich Cadillac zum Gesamtsieger. Die Rennen 2020, 2019, und 2017 entschied Wayne Taylor Racing für sich. 2018 grätschte Action Express Racing dazwischen. Der letzte Nicht-Cadillac, der das Rennen gewonnen hat, war Extreme Speed Motorsports mit einem Ligier LMP2. Und diesen Rennstall gibt es nicht mehr. Also ist Cadillac zwangsläufig in der Favoritenrolle?

Nicht unbedingt, denn Wayne Taylor Racing setzte nicht mehr auf die Edelmarke von GM. Mittlerweile wurde der Rennstall von Acura abgeworben und wird ab sofort einen Acura ARX-05 einsetzen. Den zweiten DPi aus dem Hause Acura setzt Meyer Shank Racing ein. Bislang vertraute Acura auf das Team Penske. Jedoch versagte die Truppe rund um Roger Penske öfters, vor allem bei den Langstreckenrennen war dies der Fall. Daher wurde die Zusammenarbeit aufgelöst.

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Mit den Neuzugängen soll nun endlich die Dominanz von Cadillac gebrochen werden. Für Wayne Taylor werden die erfahrenen Acura-Kutscher Ricky Taylor und Helio Castroneves ins Lenkrad greifen. Dazu kommt Filipe Albuquerque, der mit United Autosports in der LMP2-Division 2020 nicht zu schlagen war. Als vierter Pilot kommt IndyCar-Pilot Alexander Rossi dazu. Dieses Aufgebot plus das strategische Geschick der Equipe macht Wayne Taylor Racing auch 2021 zu einen der Topfavoriten.

Den zweiten Acura-DPi bringen die Seriensieger der GTD-Klasse an den Start. Für Meyer Shank Racing starten die IMSA-Meister von 2019. Neben Dane Cameron und Juan Pablo Montoya hat man Olivier Pla von Mazda verpflichten können. Abgerundet wird das Quartett von Nascar-Altmeister AJ Allmendinger. Bei einer fehlerfreien Fahrt, sollte ein Podestrang möglich sein.

Das letzte Nicht-Cadillac-Auto in der DPi-Division kommt von Mazda. Die Japaner haben aufgrund der Corona-Pandemie ihr Engagement auf einen RT24-P reduziert. Ähnlich wie bei Acura mit Penske hat auch die scheinbar perfekte Ehe mit Joest Racing bei Mazda nicht funktioniert. So trennte man sich nach zwei gemeinsamen Jahren. Den Einsatz stemmt seitdem Multimatic Motorsports. Und auch wie Acura gewann man 2020 das erste Langstreckenrennen. Den Japanern gelang bei den 12 Stunden von Sebring der Befreiungsschlag.

In Daytona wird die Marke aus der Präfektur Hiroshima auf ein Trio setzen. Harry Tincknell und Jonathan Bomarito gehörten zu der siegreichen Kombination in Sebring. Statt Ryan Hunter-Reay wird in Daytona Oliver Jarvis fahren. Da es in Daytona schnell zu Zwischenfällen kommen kann, das Risiko eines Zwischenfalls mit den LMP3-Prototypen zunehmen wird und Mazda sich gerne einen Patzer leistet, dürfte nur ein Resultat um Platz fünf möglich sein.

Und wie sieht die Lage bei Cadillac aus? Trotz des namenhaften Abganges von Wayne Taylor Racing hat man auch 2021 vier sehr starke Mannschaften am Start. Zu den Topfavoriten zählen die beiden Caddys von Action Express Racing. Felipe Nasr und Pipo Derani wollen zusammen den ersten Erfolg im großen Nudeltopf feiern. Dazu kommt Toyota-Hypercar-Kutscher Mike Conway. Vervollständigt wird das Aufgebot durch Chase Elliott, dem amtierenden Nascar-Meister.

Auch das Allstar-Team von Action Express Racing muss sich nicht verstecken. Nascar-Legende Jimmie Johnson führt das Quartett an. Dazu kommt Audis DTM-Star Mike Rockenfeller. Ebenfalls mit von der Partie sind Kamui Kobayashi und Simon Pagenaud. Performen diese Vier zusammen, dann kann der Sieg gelingen.

Ebenfalls nicht zu verachten ist der DPi von Chip Ganassi Racing. Beim Comeback im Sportwagenbereich vertraut Chip Ganassi auf viel Formel-Erfahrung. Rekord-Champion der IndyCar Scott Dixon dürfte die Speerspitze bilden. Dazu kommt Tausendsassa Renger van der Zande. Frisch aus der Formel-1 wechselt Kevin Magnussen in die Sportwagenwelt. Und auch Marcus Ericsson durfte sich schon in der Formel-1 beweisen. Ein Gesamtsieg dieser starken Truppe ist nicht unwahrscheinlich und liegt im Bereich des Möglichen.