Dubai 24: GPX Racing dominiert, W Racing Team erficht Silber

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Ein triumphales Auftreten der GPX-Extreme-Abordnung | © Creventic

Porsche ist wieder alleiniger Rekordhalter am Persischen Golf. Denn GPX Racing hat die diesjährigen 24 Stunden von Dubai gewonnen – und zwar nach einem dominanten Auftritt. Das W Racing Team ertrotzte die Silbertrophäe, das Haupt Racing Team musste sich mit Platz drei bescheiden.

GPX Racing hat einen überlegenen Triumph bei den diesjährigen 24 Stunden von Dubai davongetragen. Beim Zieleinlauf am Samstagmittag führte das siegreiche Fahrerquintett Axcil Jefferies, Frédéric Fatien, Mathieu Jaminet, Julien Andlauer und Alain Ferté mit einer Runde Vorsprung. Dank der herausragenden Leistung und des letztlich dominanten Erfolges ist Porsche nunmehr alleiniger Rekordhalter an der Ostküste der Arabischen Halbinsel.

Bislang waren der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen und Mercedes-AMG in der Siegerstatistik mit fünf Goldpokalerfolgen gleichauf. Zudem ist GP Extreme nicht nur das sechste Neunelfergespann, das am Persischen die höchste Stufe des Siegertreppchens zu erklimmen vermochte, sondern der in Dubai ansässige Rennstall gewann in der vorvergangenen Saison bereits einen weiteren Prestigewettbewerb der Langstreckenbranche: die 24 Stunden von Spa-Francorchamps.

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Schon in der Frühphase des Ein-Tages-Wettstreites im Dubai Autodrome beförderte sich GPX Racing ans obere Ende des Klassements, festigte seine Stellung im Vorderfeld. Allerdings erwuchs der Porsche-Equipe im Haupt Racing Team während des ersten Rennfünftels ein ernstlicher Gegner. Dennoch konsolidierte GP Extreme seinen Führungsrang und baute den Vorsprung sukzessive aus.

„Es ist großartig, ich freue mich sehr für das Team“, jubelte Axcil Jefferies nach der Zielankunft im Interview mit Radion Le Mans, welcher zuvörderst die Leistung seiner Mannschaft würdigt. „Die Jungs haben die ganze Woche so hart gearbeitet, das Auto zwei- oder dreimal neu aufgebaut, und sie hatten immer Vertrauen in uns. Daher ist es toll, dass sie dafür jetzt belohnt werden. Natürlich haben alle Fahrer einen tollen Job gemacht.“

Axcil: „In den letzten zwei Stunden sind wir es vorsichtiger angegangen“

Die Strategie des arabischen Teams sei indes in zwei Phasen untergliedert gewesen. Zunächst beabsichtigten die Porsche-Piloten, den Abstand zu den Widersachern zu vergrößern, ehe der Fehlervermeidung Priorität zuwuchs. „Am Anfang haben wir gepusht, um einen Vorsprung herauszufahren“, erklärt Axcil. „In den letzten zwei Stunden sind wir es dann etwas vorsichtiger angegangen, um sicher zu stellen, dass wir das Auto ins Ziel bringen.“

Die Mercedes-AMG-Kontrahenten aus Meuspath standen derweil im Begriff, die Silbermedaille zu erfechten, jedoch mussten Hubert Haupt, Maro Engel, Patrick Assenheimer, Ryan Ratcliffe und Khaled Al Qubaisi ungefähr vierzig Minuten vor dem Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge noch einmal einen Boxenstopp einlegen, weshalb das Haupt Racing Team schlussendlich auf den dritten Platz zurückfiel.

Stattdessen war das W Racing Team imstande, auf den Silberrang vorzurücken. Nachdem sich Dries Vanthoor, Kelvin van der Linde, Louis Machiels, Benjamin Goethe und Frank Bird bereits zuvor darangemacht hatten, den Rückstand zu verringern, überfuhren die Audi-Fahrer den Zielstrich letztlich mit einem halbminütigen Vorsprung auf die Mercedes-AMG-Rivalen des Haupt Racing Teams.