Coppa Florio: GPX Racing holt dominanten Sieg

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GPX Racing dominierte die Coppa Florio in Enna-Pergusa | © Creventic

Bei der Neuauflage der Coppa Florio hat GPX Racing einen dominanten Triumph eingefahren. Die Porsche-Athleten Jordan Grogor, Frédéric Fatien, Mathieu Jaminet und Robert Renauer kreuzten den Zielstrich mit fünf Runden Vorsprung. Indes standen zwei Pro-Am-Besatzungen auf den restlichen Stufen des Siegertreppchens.

GPX Racing hat bei der Coppa Florio einen überlegenen Sieg davongetragen. Schon nach der Samstagsetappe des zwölfstündigen Rennens im Autodromo di Pergusa führten Jordan Grogor, Frédéric Fatien, Mathieu Jaminet und Robert Renauer das Klassement mit einem Ein-Runden-Vorsprung an, den die Porsche-Equipe während des zweiten Abschnitts am Sonntag sodann auf fünf Umläufe ausbaute.

Damit hat sich GPX Racing in die Gewinnerliste einer Veranstaltung eingetragen, deren Historie ins anhebende zwanzigste Jahrhundert zurückreicht. Die Erstausgabe der Coppa Florio fand im Jahr 1905 auf den Straßen der oberitalienischen Stadt Brescia statt; anschließend wechselte der Austragungsort der Wettfahrt bis 1925 mehrmals. Zudem war die Coppa Florio – als Sechs-Stunden-Wettbewerb in Enna-Pergusa – von 1979 bis 1985 Bestandteil der Sportwagen-Weltmeisterschaft.

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Komplikationen bei der Neuterminierungen, ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie, ermunterten die Creventic-Organisation im Frühjahr dieses Jahres schließlich, die Coppa Florio zu revitalisieren und die Zwölf Stunden von Sizilien in den Rennkalender der 24-Stunden-Serie aufzunehmen. Den zweiten Platz belegte unterdessen CP Racing. Die Mercedes-AMG-Piloten Charles Espenlaub, Joe Foster, Shane Lewis und Charles Putman gewannen somit zugleich die Pro-Am-Wertung.

Wolf Power Racing stellt vorzeitigen TCE-Titelgewinn sicher

Auf der unterstete Stufe des Gesamtstockerls kletterte ebenfalls eine semiprofessionelle Besatzung: die Audi-Fahrer Michael Doppelmayr, Pierre Kaffer, Elia Erhart und Hendrik Still, welche auf dem sizilianischen Rundkurs für Car Collection Motorsport im Einsatz waren. Vierte wurden die Porsche-Athleten Roberto Pampanini, Mauro Calamia und Matteo Malucelli. Beim Überqueren der Ziellinie lag die Dinamic-Motorsport-Mannschaft acht Runden hinter den Spitzenreitern.

Trotz eines defekten Stoßdämpfers im zweiten Rennsegment belegte MP Racing schlussendlich den fünften Rang in der Endwert. Im Mercedes-AMG-Cockpit lösten Henk de Jong, Jaap van Lagen und Rik Breukers einander ab. Derweil schnitt Wolf Power Racing am besten in der TCR-Kategorie ab. Dadurch waren Miklas Born, Fabian Danz und Constantin Kletzer imstande, ihrem Rennstall vorzeitig den TCE-Teamtitel im Europawettbewerb der 24-Stunden-Serie zu sichern.

Der halbtägige Wettstreit auf dem Monte San Giuliano war die vorletzte Station, welche auf dem Fahrplan der 24-Stunden-Serie steht. Das Finale richtet die Creventic-Agentur am zweiten Novemberwochenende im Circuit Park Zandvoort an der Nordseeküste aus. Die nächstjährige Saison beginnt bereits am dritten Januarwochenende, wenn die einundzwanzigsten Auflage der 24 Stunden von Dubai stattfindet.