N’ring 24: GetSpeed Performance gelingt Bestzeit auf nassem Asphalt

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GetSpeed Performance fuhr die schnellste Rundenzeit in der dritten Qualifikation | © Gruppe C

Ein Regenschauer in der Eifel hat Rundenzeitenverbesserungen in der Abschlussqualifikation zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring verhindert. Am schnellsten war letzten Endes der GetSpeed-Performance-Pilot Raffaele Marciello. Indes hat Robin Frijns seinen Start krankheitsbedingt abgesagt.

Das kombinierte Qualifikationsklassement beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bleibt auch nach der einstündigen Abschlusssitzung am Freitag unverändert. Ein Regenschauer am Vormittag sorgte für nasskalte Streckenbedingungen auf der Nordschleife, die mithin keinerlei Verbesserungen gestatteten. Obwohl die Fahrbahn während der Schlussphase abtrocknete, pendelte sich das Rundenzeitenlevel unterhalb der Zehn-Minuten-Marke ein.

Die schnellste Umrundung glückte der GetSpeed-Performance-Besatzung Raffaele Marciello, Maximilian Buhk, Maximilian Götz und Fabian Schiller. Die Zeitnahme notierte dem Mercedes-AMG-Werksgespann einen Bestwert von 9:29,877 Minuten. Folglich verteidigte Konrad Motorsport seinen Führungsrang – dank einer Achtung gebührenden Rundenzeit von 8:11,428 Minuten in der Auftaktsitzung, welche schon während der Nachtqualifikation am Donnerstagabend niemand zu unterbieten vermochte.

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Ansonsten war das Zeitfahren am Fuße der Nürburg mehr oder minder ereignisarm. Der BMW M6 GT3 mit der Startnummer einhundert, den die Amateurmannschaft von Walkenhorst Motorsport pilotiert, prallte im Streckenabschnitt Hatzenbach gegen die Leitplanke, setzte die Fahrt jedoch fort. Unterdessen war Falken Motorsport imstande, seinen Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer vierundvierzig nach dem Unfall im mittleren Qualifikationssegment zu reparieren. Peter Dumbreck war auf einer Ölspur ins Schlingern geraten.

Robin Frijns sagt Start wegen Krankheitssymptomen ab

Das Haupt Racing Team trägt sich wiederum mit der Hoffnung, den Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer zwei bis zum Einzelzeitfahren wieder in stand zu setzen. Yelmer Buurman hatte – ebenfalls während des Zeitfahrens bei Dunkelheit – im Bereich Schwedenkreuz die Gewalt über seinen Stuttgarter Sportwagen verloren. Der HRT-Athlet verließ den havarierten AMG-Renner allerdings unverletzt; die Rennleitung brach die Qualifikation mit der roten Flagge ab.

Derweil hat Robin Frijns den Entschluss gefasst, an diesem Wochenende nicht an den Start zu gehen. Grund für das Forfait: Erkältungssymptome. Obwohl ein Covid-19-Test negativ ausfiel, verzichtet der Audi-Pilot von Car Collection Motorsport auf eine Teilnahme. Demnach müssen seine Stallgefährten Mirko Bortolotti, Christopher Haase und Markus Winkelhock den Langstreckeneinsatz als Trio stemmen.

Diese Nachricht war allerdings nicht die einzige Hiobsbotschaft für Car Collection Motorsport. Denn die Sportkommissare haben Miroslav Konopoka wegen eines zweimaligen Doppelgelbvergehens disqualifiziert und die Lizenz für die Nordschleife aberkannt. Zudem bürdeten die Regelwächter den Teamkollegen Mike David Ortmann, Patric Niederhauser und Milan Dontje eine dreiminütige Stop-and-Go-Stafe auf. Und: Das Audi-Ensemble muss aus der Boxengasse starten.

Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version des Berichtes hat SportsCar-Info dem KCMG-Rennstall irrtümlicherweise die schnellste Rundenzeit der Sitzung zugeschrieben. Allerdings unterbot Raffaele Marciello im letzten Versuch die Bestzeit von 9:32,033 Minuten, welche Porsche-Pilot Dennis Olsen zuvor aufgestellt hatte.