Le Mans: Toyota, der große Favorit, Spannung in den weiteren Klassen

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Siegt Toyota zum dritten Mal in Folge? | © Toyota Gazoo Racing

Verabschiedet Toyota den TS050 Hybrid mit dem dritten Le-Mans-Sieg in Folge? Oder siegt erstmals Rebellion Racing an der Sarthe? Wer kann United Autosports in der LMP2 schlagen? Welche Marke siegt in der GTE-Pro-Wertung? SportsCar-Info wagt einen Ausblick auf die diesjährigen 24 Stunden von Le Mans.

LMP1: Toyota in der Favoritenrolle

Toyota nimmt die Favoritenrolle bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans ein. Zwar rückt das Feld aufgrund einer angepassten Equivalence of Technology enger zusammen, dennoch geht kein Weg an dem TS050 Hybrid vorbei. Mit einem Sieg würden die Japaner ihren dritten Sieg in Folge an der Sarthe feiern und die LMP1-Ära gebührend beim Klassiker beenden. Das allerletzte Rennen der LMP1-Geschichte wird im November in Bahrain über die Bühne gehen.

Insgesamt werden die beiden TS050 Hybrid sieben Kilogramm schwerer sein, als im vergangenen Jahr. Damit sind die Hybrid-Sportler trotzdem noch 37 Kilogramm leichter als das aktuelle Mindestgewicht bei den anderen Rennen der Langstrecken-WM. Auf der Fahrerseite hat der Hersteller im Vergleich zum Vorjahr nur Fernando Alonso durch Brendon Hartley ersetzt.

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Die Fahnen der LMP1-Privatiers halten nach der kurzfristigen Absage von Ginetta nur Rebellion Racing und ByKolles Racing hoch. Die Schweizer vertrauen bei ihrem letzten Auftritt beim Klassiker auf Bruno Senna, Norman Nato und Gustavo Menezes, sowie Romain Dumas, Nathanaël Berthon und Louis Delétraz. Für ByKolles Racing greifen Tom Dillmann, Oliver Webb und Bruno Spengler ins Cockpit.

Bei der 2019er Ausgabe waren die TS050 Hybrid anderthalb Sekunden schneller als der beste Rebellion R13-Gibson. In der Endabrechnung machte das einen Rückstand von neun Runden aus. Ein Teil des Abstandes sind durch kleinere Reparaturen zu erklären, aber der Großteil des Rückstandes resultierte aus der schlechteren Einstufung der Privatiers.

In diesem Jahr dürfen die Privatiers pro Stint 55,4 Kilogramm Sprit verbrennen. Dies ist eine Steigerung von 4,4 Kilogramm. Außerdem wachesen die Luftmengenbegrenzer von 22,3 Millimeter auf 24,1 Millimeter an. Ob diese Änderungen reichen, damit alle fünf LMP1-Prototypen auf einem Niveau kämpfen können, bleibt abzuwarten.