Franz Konrad: „Nicht der Motorsport, den ich möchte“

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Konrad Motorsport fehlt an diesem Wochenende am Fuße der Nürburg | © Ralf Kieven (1VIER.COM)

Franz Konrad übt Kritik am Vorgehen bei der Ausrichtung der Adenauer Rundstrecken-Trophy. „Grundsätzlich ist das nicht der Motorsport, den ich möchte“, meint der Teamchef. Zudem brächen Sponsoren wegen der Corona-Pandemie weg. Daher fehlt Konrad Motorsport beim VLN-Auftaktrennen.

Konrad Motorsport hat seine Teilnahme an der Adenauer Rundstrecken-Trophy abgesagt. „Das hat verschiedene Gründe“, begründet Franz Konrad in einer Stellungnahme die Abwesenheit seiner Mannschaft an diesem Wochenende. „Grundsätzlich ist das nicht der Motorsport, den ich möchte.“ Die Kernkritik des Teamchefs zielt auf die Kommunikation der Organisatoren mit den Rennställen ab.

Die Veranstaltergemeinschaft bleibe angesichts der zusätzlichen Vorschriften Antworten schuldig. „Die Teilnehmerrundschreiben sind schon so formuliert, dass wir als Teams möglichst keine Fragen stellen sollen“, beanstandet Konrad das Vorgehen der Organisatoren bei der Durchführung des VLN-Auftaktrennens auf der Nürburgring-Nordschleife. „Und wenn es dann doch Fragen gibt, werden sie nicht beantwortet.“

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Darüber hinaus erschwere die Covid-19-Pandemie die Finanzierung des Lamborghini-Einsatzes in der GT3-Kategorie. „Budgettechnisch sieht es zudem nach dem Einfrieren von Sponsorengeldern nicht so rosig aus“, räumt Konrad ein. „Man kann das nicht alles mit privaten Investitionen stemmen. Der aktuelle Corona-Lockdown im Kreis Gütersloh erschwert die Bedingungen eines Motorsportteams, aber das ist nicht der Hauptgrund für die NLS-Absage.“

Unterdessen haben die Veranstalter der Langstreckenserie auf der Nürburgring-Nordschleife gewohnheitsgemäß am Mittwoch die Starterliste für das Eröffnungsrennen veröffentlicht. Demnach umfasst das Teilnehmerfeld beinahe einhundertfünfzig Fahrzeuge. Zwanzig der Nennungen entfallen auf die SP9-Spitzenkategorie für GT3-Sportwagen.