Alessandro Zanardi: „Monza verkörpert Wunsch, nach schwieriger Zeit neu zu beginnen“

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Alessandro Zanardi ist wieder am Start | © BMW Presse

Alessandro Zanardi begibt sich im Herbst dieses Jahres abermals auf die Rennstrecke. Der beinamputierte Leistungssportler pilotiert beim Semifinale der Italienischen GT-Meisterschaft in Monza erneut einen BMW M6 GT3. Seine Mitstreiter: Stefano Comandini und Marius Zug.

Die Motorsportabteilung der Bayerischen Motorenwerke ermöglicht ihrem Werksfahrer Alessandro Zanardi eine weitere Teilnahme am GT3-Wettbewerb. Der Bologneser nimmt am zweiten Novemberwochenende in einem BMW M6 GT3 Platz, um das Halbfinale der Italienischen GT-Meisterschaft im Autodromo Nazionale di Monza zu bestreiten. Seine Stallgefährten bei der Langstreckenveranstaltung sind Stefano Comandini und Marius Zug.

Den Einsatz koordiniert das BMW Team Italia unter der Ägide Roberto Ravaglias. „Ich freue mich schon riesig darauf, wieder hinter das Steuer des BMW M6 GT3 zu steigen“, betont Zanardi in einer Pressemitteilung. „Es ist immer wieder schön, mit dem BMW Team Italia gemeinsam auf die Rennstrecke zu gehen. Die Mannschaft um meinen alten Weggefährten Roberto Ravaglia ist wie eine zweite Familie für mich.“

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Seine Vorfreude gilt in Sonderheit dem oberitalienischen Traditionskurs. „Und natürlich freue ich mich auf Monza. Diese Rennstrecke ist einfach ein echter Klassiker, und man spürt die beeindruckende Historie bereits, wenn man durch das Tor in den Königlichen Park kommt“, hebt Zanardi hervor, welcher in der Saison 2016 in Mugello sein Debüt in der Italienischen GT-Meisterschaft gab und umgehend den Sieg im Sonntagslauf errang.

Eigentlich hatte sich Zanardi mit dem Vorhaben getragen im Spätsommer, an den Paralympics in Tokio teilzunehmen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie bewirkte allerdings die Verschiebung des Großereignisses in der Kapitale Japans. Angesichts der Geschehnisse in der Lombardei zu Jahresbeginn misst der beinamputierte Profisportler dem Schauplatz seines Rennsporteinsatzes überdies außerordentliche Bedeutung bei.

„In diesem Jahr steht das Rennen in Monza für mehr als nur ein Rennen, denn es findet in der Region Italiens statt, die am stärksten von der Pandemie getroffen wurde“, kehrt Zanardi in seiner Ausblick hervor. „In Monza anzutreten verkörpert den Wunsch, nach der schwierigen Zeit, die wir alle durchgemacht haben, wieder neu zu beginnen.“