Langstrecken-WM: W Racing Team schielt auf LMDh-Kategorie

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Neben den GT3-Einsätzen könnte WRT auch Einsätze in der neuen LMDh unternehmen | © Ralf Kieven (1VIER.COM)

Das W Racing Team beschäftigt sich offenbar mit einem Einstieg in die neue Spitzenprototypen-Klasse LMDh. Nach dem DTM-Aus von Audi ist die Mannschaft rund um Vincent Vosse auf der Suche nach einem neuen Einsatzgebiet neben dem GT3-Sport.

Das DTM-Aus von Audi beschäftigt auch das W Racing Team. Denn die Mannschaft von Vincent Vosse stieg im vergangenem Jahr in das Championat mit zwei privaten Audi RS5 DTM ein. In dieser Saison sollen sogar drei Fahrzeuge für Ed Jones, Fabio Scherer und Ferdinand Habsburg eingesetzt werden. Doch nach zwei Saisons muss das Engagement wieder beendet werden.

Ein mögliches neues Einsatzgebiet ist die neu geschaffene LMDh-Kategorie. Dies bestätigte Vosse im Interview gegenüber der französischen Plattform Endurance-Info. „Ja ich beschäftige mich mit der LMDh. Dabei müssen wir natürlich zuerst auf das vollständige Reglement warten. Dennoch hat die Plattform jede Zutat, um erfolgreich zu sein. LMDh ist quasi eine Kopie der GT3-Klasse. Und man hat die Chance um Gesamtsiege in Le Mans, Daytona oder Sebring zu kämpfen“, erklärt Vosse.

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„Die Plattform ist für viele Hersteller interessant. Die LMDh ist ein wenig wie die Intercontinental GT Challenge – mit dem Unterschied, dass wir mit Prototypen um die Welt fliegen würden. Unsere Idee dabei ist, dass wir die großen Rennen mit Herstellerunterstützung bestreiten würden. Denn dies wird wahrscheinlich die Zukunft des Motorsports sein. Es werden mehr High-End-Kundenteams mit Herstellerunterstützung um die Gesamtsiege fahren, als reine Werksmannschaften“, führt Vosse weiter aus.

Falls WRT in die LMDh einsteigt, wird dies keine Auswirkungen auf das GT3-Programm haben. Die Belgier planen in dieser Saison mehrere Audi R8 LMS Evo in der GT World Challenge Europe, dem ADAC GT Masters, der Intercontinental GT Challenge und den 24 Stunden vom Nürburgring einzusetzen.

Für das W Racing Team ist der Prototypensport nicht fremd. WRT hat bereits mehrere Gaststarts in der European Le Mans Series absolviert. Das beste Resultat gelang dabei 2016 in Spa-Francorchamps. Mit einem Ligier JS P2 Judd wurden Dries Vanthoor, Laurens Vanthoor und Will Stevens Gesamtzweite.