Coronavirus: SRO sagt Auftakt in Monza ab, Westfalenfahrt findet statt

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Das SRO-Eröffnungsrennen findet nicht in Monza statt | © Stefan Deck

Die SRO hat wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus die Entscheidung getroffen, den Saisonauftakt in Monza abzusagen. Folglich tritt der Eventualplan des Veranstalters in Kraft. Die Einstellfahrt und die Westfalenfahrt finden wiederum – Stand jetzt – planmäßig statt.

Aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus hat die SRO-Gruppe den Entschluss gefasst, den Auftakt der GT World Challenge Europe im Autodromo Nazionale di Monza abzusagen. Somit tritt der Notfallplan der französischen Organisation, ausgelöst durch höhere Gewalt, in Kraft. Eigentlich hätte das Auftaktrennen des Langstreckenwettbewerbs auf dem lombardischen Grand-Prix-Kurs am dritten Aprilwochenende stattgefunden.

Die alternative Ausgestaltung des Rennkalenders: Das Gastspiel auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmeló ist nun die fünfte und finale Begegnung des Endurance Cups; zudem richtet die SRO-Gruppe eine Ersatzveranstaltung im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola aus. Auf der oberitalienischen Kultstrecke steigt somit am 30. Oktober und dem 1. November die Endrunde des Sprint Cups.

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Indes haben sich auch die Veranstalter am Nürburgring zur Corona-Pandemie in Europa geäußert. Demnach findet die Einstellfahrt auf der Nordschleife am kommenden Wochenende sowie die ADAC-Westfalenfahrt am vorletzten Märzwochenende planmäßig statt, sofern die lokalen Behörden keine Einwände erheben. Dabei orientierte sich der Organisator an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Gesundheitsbehörden und des Deutschen Motorsportbundes.

Darüber hinaus beabsichtigt der Veranstalter, bei der Westfalenfahrt keine Fahrerbesprechung abzuhalten. Ebenso ändert sich die Vorgehensweise sowohl bei der Dokumentenabnahme als auch der Technischen Abnahme der teilnehmenden Fahrzeuge. „Der Empfehlung, große Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen zu vermeiden, kommen wir mit der Absage der Fahrerbesprechungen nach. Die Fahrer sind beim ersten Rennen von der Pflicht zur persönlichen Teilnahme an der Fahrerbesprechung befreit“, erklärt Sportleiter und Renndirektor Michael Bork in einer Pressemitteilung.

Dennoch nehme der Veranstalter die Wettbewerber in die Pflicht, entsprechende Dokumente durchzusehen. „Die Fahrer und Bewerber werden jedoch aufgefordert, die Inhalte und Bestimmungen der schriftlichen Briefing Notes und der Briefing Präsentation vorab zur Kenntnis zu nehmen und sich mit diesen vertraut zu machen“, fügt Bork hinzu. Außerdem wolle der Veranstalter die Anzahl der Beteiligten bei den das Reglement betreffenden Überprüfungen auf das notwendige Minimum zu vermindern.