Jan-Erik Slooten: „Nächsten Monate werden sehr arbeitsintensiv und nervenaufreibend“

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Jan-Erik Slooten priorisiere derzeit das Wohlergehen der Mitarbeiter | © Gruppe C

Jan-Erik Slooten hat sich im YouTube-Kanal der Ring Police zum eingeleiteten Insolvenzverfahren geäußert. „Die nächsten Tage, Wochen und Monate werden sehr arbeitsintensiv und nervenaufreibend“, meint der Teamchef in Anbetracht des Zeithorizonts. Höchste Priorität komme seinen Mitarbeitern zu.

Etwa ein Monat nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die RP Vertriebsgesellschaft mbH hat nun sich auch Jan-Erik Slooten zu den Vorkommnissen in der Maastrichter Straße geäußert. „Die nächsten Tage, Wochen und Monate werden sehr arbeitsintensiv und nervenaufreibend“, meint der Ring-Police-Teamchef angesichts des dreimonatigen Zeithorizonts zur Sanierung des Unternehmens.

Nichtsdestoweniger betont Slooten mit Fortdauer des Insolvenzverfahrens „nicht mit allen Details“ an die Öffentlichkeit gehen zu können. Zur Stunde priorisiere der Leiter des Erkelenzer Rennstalls die Revitalisierung des Betriebs, messe dem Wohlergehen der Mitarbeiter höchste Wichtigkeit ein. „Wir wollen und müssen uns jetzt erst einmal um unsere Mitarbeiter kümmern“, unterstreicht Slooten im YouTube-Kanel der Ring Police.

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Überdies richtet Slooten einen ausdrücklichen dank an die Zuschauerschaft und Fans der Porsche-Mannschaft. Der „Rückhalt“ sei „krass“. „Das ist echt supergeil, weil jeder Mitarbeiter davon zehrt. Alle sind motiviert, obwohl die Situation mehr als bescheiden ist. Alle geben Vollgas und versuchen, das Ganze zu retten“, würdigt Slooten, kehrt aber ebenso hervor: „Welche Schritte im Detail gegangen werden, können wir auch im Hinblick auf unsere Gläubiger nicht kommunizieren.“

Etappenerfolg: Platz zwölf am Ring

Während der Winterpause reihten sich Nachrichten aneinander, welche auf die Malaise der Ring Police hindeuteten. Zunächst beendete JP Performance die Zusammenarbeit mit dem nordrhein-westfälischen Gespann; alsdann zog sich Hauptgeldgeber Elten aus dem Projekt zurück, ehe sich auch Stammfahrer Lucas Luhr von der Equipe trennte. Schlussendlich machte die Ring Police bekannt, in diesem Jahr keinen Einsatz mit dem Porsche 911 GT3 R stemmen zu können.

Zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts schickte sich der neu gegründete Rennstall an, Einsätze im Porsche Sports Cup zu betreuen, ging alsbald jedoch auch in der VLN-Langstreckenmeisterschaft und beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an den Start. Außerordentliche Aufmerksamkeit attrahierte letztlich die Kooperation zwischen der Ring Police und JP Performance, um ein Programm im ADAC GT Masters ins Werk zu setzen.

In der Debütsaison wechselten sich Luhr und Rennstallinhaber Jan-Erik Slooten im Cockpit des Neunelfers ab. Letzten Endes erfocht das Porsche-Duo allerdings keinerlei Zähler. Im zurückliegenden Jahr erzielte die Ring Police zumindest vierunddreißig Punkte im Teamklassement. Ferner startete das Porsche-Ensemble bei der eintägigen Machtprobe am Ring. Dabei leisteten Adrien de Leener und Steve Jans Unterstützung – letztendlich überquerte das Quartett die Ziellinie an gesamtzwölfter Stelle.